Bodenfeuchte-Bericht Mecklenburg-Vorpommern: Geteilte Lage mit feuchten und trockenen Gebieten (15.06.2026)

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Mecklenburg-Vorpommern eine regional stark unterschiedliche Bodenfeuchtesituation. Während größere Bereiche im zentralen Teil des Bundeslandes normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, sind vor allem die östlichen und westlichen Landesteile von Trockenheit betroffen. Der UFZ-Dürremonitor, der wöchentlich aktualisiert wird und ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, weist etwa die Hälfte der Landesfläche als trocken aus.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich ein deutliches Muster: Die östlichen Gebiete Mecklenburg-Vorpommerns, insbesondere im Raum Vorpommern-Greifswald und Teile der Mecklenburgischen Seenplatte, weisen überwiegend schwere Dürre (rote Bereiche) auf. Auch einzelne Gebiete im äußersten Westen des Landes zeigen moderate bis schwere Dürreklassen. Dagegen sind die zentralen Bereiche, vor allem um Schwerin und Rostock, sowie Teile der Küstenregion von normalen bis feuchten Bodenverhältnissen geprägt. Kleinere Bereiche zeigen ungewöhnlich trockene bis moderat dürre Bedingungen.

Die aktuellen Wetterdaten zeigen mit 15 Millimetern Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen eine unterdurchschnittliche Niederschlagsmenge. Die gemäßigten Temperaturen mit einem Durchschnitt von 14,4 Grad wirken sich noch nicht verschärfend auf die Bodenfeuchtesituation aus. Da für die kommenden drei Tage nur 0,4 Millimeter Niederschlag prognostiziert werden, ist keine kurzfristige Entspannung der Lage zu erwarten. Der träge reagierende Gesamtboden wird die geringen Niederschläge zunächst nicht spürbar widerspiegeln.

Für die betroffenen Gebiete mit schwerer Dürre bedeutet dies eine deutliche Belastung für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Während in den feuchteren Bereichen des Landes normale Wachstumsbedingungen herrschen, sollten Landwirte in den östlichen Regionen ihre Bewässerungsplanung entsprechend anpassen. Die Waldbrandgefahr ist in den trockenen Gebieten erhöht, während sie in den feuchteren Bereichen gering bleibt.

Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.