Bodenfeuchte-Bericht Nordrhein-Westfalen: Moderate Trockenheit im Süden, Norden mit Feuchtereserven

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Nordrhein-Westfalen ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte in 1,80 m Tiefe (Stand 14. Juli 2026, 14-Tage-Gleitendes Mittel). Während große Teile des Landes normale bis ungewöhnlich trockene Bedingungen aufweisen, konzentriert sich die deutlichere Trockenheit auf den Süden und einzelne zentrale Regionen. Der Norden und Osten zeigen stellenweise noch ausreichende Feuchtereserven.

Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Verteilung: Das südliche Ruhrgebiet und angrenzende Gebiete (Kreis Soest, südliches Sauerland) sind nach der UFZ-Klassifizierung in moderate Duerre (Orange) eingefärbt. Kleinere Flecken in schwerer Duerre (Rot) erscheinen lokal im südlichen und zentralen Landesteil, etwa um Köln/Bonn und östlich davon. Der Norden und Nordosten des Landes (Münsterland, Ostwestfalen) prägen sich überwiegend in Hellgelb (ungewöhnlich trocken) ab, teilweise mit grün-gelben Übergängen, die auf normal bis leicht reduzierte Feuchte hindeuten. Der äußerste Nordwesten zeigt stellenweise Normalwerte.

Wetter und Bodenreaktion: Die letzte Woche brachte Nordrhein-Westfalen keinen messbaren Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 23,4 °C und Spitzenwerten bis 31,8 °C. Diese trockene, warme Phase wirkt sich in den kommenden Tagen fort: für die nächsten drei Tage wird mit weiteren 0 mm Regen und Höchsttemperaturen um 28,9 °C gerechnet. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens abbildet, reagiert dieser träge auf solche kurzfristigen Schwankungen. Die anhaltende Trockenheit verstärkt jedoch den bereits sichtbaren Wasserdefizit-Trend im Untergrund.

Bedeutung für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft: Gebiete in moderater Duerre (Orange) erfahren spürbar reduzierte Bodenfeuchte, was für sommerliche Kulturen wie Mais und Zuckerrüben bei fehlenden Niederschlägen zu Ertragsrisiken führen kann. In den Bereichen mit schwerer Duerre (Rot) sind Bewässerungsmaßnahmen erforderlich. Die trockenen Bedingungen können zudem die Grundwasserneubildung und Quellenschüttungen in den kommenden Wochen beeinflussen. Die Regionen mit noch normalen Feuchtevorräten (insbesondere im Norden) verfügen über Puffer, bleiben aber abhängig von zeitnahen Niederschlägen.

Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert. Für lokale Wasserstände und kommunale Trockenheitswarnstufen empfehlen sich Abfragen bei den zuständigen Wasserbehörden Nordrhein-Westfalens.

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