Die aktuelle UFZ-Dürrekarte vom 11. Juli 2026 zeigt für Nordrhein-Westfalen ein differenziertes Bild: Der südliche Landesteil weist erhöhte Trockenheit auf, während nördliche und östliche Regionen normale Bodenfeuchte-Verhältnisse aufweisen. Die Karte bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Bodenwassers bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ-Duerremonitor) wöchentlich aktualisiert.

Regionale Differenzierung: Im Süden und Südwesten – besonders in Teilen des Bergischen Landes und angrenzenden Bereichen – dominiert die Klasse „moderate Duerre“ (Orange). Einzelne Flächenpixel zeigen „ungewöhnlich trocken“ (Hellgelb). Der Norden und Nordosten des Landes, einschließlich Teile der Münsterländer Bucht und der östlichen Berglandgebiete, präsentieren sich dagegen überwiegend in Hellgelb bis Beige – also unauffällig oder leicht erhöht trocken. Nördliche und nordöstliche Randbereiche deuten auf normale bis leicht feuchte Verhältnisse hin.
Wetter und Bodenreaktion: Die vergangenen sieben Tage brachten dem Land null Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 22,3 Grad Celsius und Spitzenwerten von 30,8 Grad. Diese trockene, warme Phase wirkt sich auf den ohnehin traegen Gesamtboden aus – besonders im südlichen Landesteil. Die kommenden drei Tage bleiben trocken und heiß (Höchstwerte bis 30,8 Grad), ohne Niederschlag in Sicht.
Bedeutung für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft: Die moderate Trockenheit im Südwesten erfordert Beobachtung, stellt aber noch keine Mangellage dar. Landwirte in betroffenen Kreisen sollten Bewässerungsressourcen im Blick behalten. Die nördlichen und mittleren Regionen zeigen aktuell keine Besonderheiten. Eine Entspannung ist ohne kurzfristige Niederschläge jedoch nicht zu erwarten.
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