Bodenfeuchte-Bericht Sachsen-Anhalt: Orange und Rot dominieren — Niederschlag erwartet

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) vom 13. Juli zeigt für Sachsen-Anhalt ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Ueberwiegend prägt eine moderate Dürre (orange) und schwere Dürre (rot) die Region. Schwerpunkte liegen im Osten und Südosten des Landes, wo rote Flächen eine schwere Dürre-Klasse anzeigen. Der Westen und Nordwesten weisen dagegen überwiegend orange Töne auf, was einer moderaten Dürre entspricht. Einzelne gelbe und hellgelbe Patchs deuten auf Bereiche mit ungewöhnlich trockenen Verhältnissen hin.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional betrachtet ist der Südosten des Landes — insbesondere die Bereiche östlich von Halle und Magdeburg — mit Rot-Einfärbungen am stärksten betroffen. Hier liegt schwere Dürre vor, die statistisch alle 20 Jahre auftritt. Der mittlere Westen und Südwesten (Südharz-Region) zeigen ebenfalls rötliche Töne, wenngleich vielfach gemischt mit Orange. Der Nordwesten bis zur Elbe bleibt dagegen bei moderater Dürre (Orange). Grüne oder blaue Bereiche, die auf ausreichende bis feuchte Bodenbedingungen hindeuten würden, sind auf der Karte nicht sichtbar.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstreichen diese Lage: Sachsen-Anhalt verzeichnete durchschnittlich nur 0,3 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 21,2 °C und einzelnen Spitzenwerten von 31,7 °C. Dies hat den Trockenheitstrend verstärkt. Der Gesamtboden, der in der UFZ-Karte abgebildet wird, reagiert auf solche kurzfristigen Schwankungen träge — die Karte zeigt deshalb ein 14-Tage-gleitendes Mittel. Positiv ist jedoch: Für die kommenden drei Tage prognostizieren die Wetterdienste 8,9 Millimeter Niederschlag bei Höchsttemperaturen um 27,1 °C. Diese Niederschläge könnten die Oberbodenfeuchte kurzfristig verbessern, während der tiefere Bodenwasserspeicher erst verzögert profitiert.

Für Landwirtschaft und Forstwirtschaft bedeutet die schwere Dürre in den südöstlichen Bereichen erhöhte Bewässerungsanforderungen und ein verschärftes Waldbrandrisiko. In den Bereichen mit moderater Dürre ist die Lage weniger angespannt, erfordert aber Aufmerksamkeit. Die erwarteten Niederschläge der nächsten Tage sind willkommen, reichen aber nicht aus, um das Defizit der vergangenen Wochen auszugleichen.

Die Daten basieren auf dem UFZ-Duerremonitor, der wöchentlich aktualisiert wird. Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen-Anhalt finden Sie hier.