Der aktuelle UFZ-Duerremonitor zeigt für Schleswig-Holstein am 17. Juli 2026 ein regional differenziertes Bild: Während der Norden und Westen des Landes normale bis feuchte Bodenverhaeltnisse aufweisen, treten im Osten und in Teilen der Mitte Auffaelligkeiten auf. Die Karte basiert auf einem 14-Tage-gleitenden Mittel und berücksichtigt den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe.

Regionale Verteilung
In der nördlichen und westlichen Region, einschliesslich der Inseln und Küstenzone, dominieren blau- bis gruentöne, die auf normale bis feucht-Bodenverhaeltnisse hindeuten. Der mittlere und südöstliche Landesteil zeigt hingegen überwiegend hellgelb bis orange Färbungen – das entspricht den UFZ-Klassen „ungewoehnlich trocken“ (hellgelb) und „moderate Duerre“ (orange). Lokal, besonders im östlichen Bereich um 11°E, sind auch rote Flecken sichtbar, die auf „schwere Duerre“ im kleinflächigen Umfang hindeuten.
Interpretation der Wetterdaten
Die letzte Woche brachte im Durchschnitt 20,7 Millimeter Niederschlag – ein Wert, der den Oberboden kurzfristig befeuchtet hat. Allerdings reagiert der Gesamtboden träge auf solche kurzfristigen Niederschläge. Die 14-Tage-Mittlung des UFZ-Monitors berücksichtigt bereits diese jüngsten Regenfälle nur teilweise; die Klassen spiegeln damit ein konsolidiertes Bild über einen längeren Zeitraum. Die mittlere Temperatur der letzten Woche (19,4°C) und Höchsttemperaturen bis 26,5°C zeigen sommerliche Bedingungen, die in den trockenen Regionen zu weiterem Feuchtigkeitsverlust führen.
Ausblick
Für die kommenden drei Tage wird mit nur 5,2 Millimetern Niederschlag gerechnet. Die erwarteten Höchsttemperaturen von etwa 20,9°C deuten auf stabiles, warmes Wetter hin. Dies wird die moderaten Trockenheitstendenzen im Osten und der Mitte voraussichtlich nicht wesentlich entspannen.
Bedeutung für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft
In Regionen mit „ungewoehnlich trocken“ bis „moderate Duerre“ ist Beobachtung empfohlen. Für die Landwirtschaft bedeutet dies erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerung, insbesondere bei flachgründigen Böden. Die Waldbestände in den betroffenen Gebieten sollten hinsichtlich Waldbrandgefahr überwacht werden. Die Wasserversorgung ist derzeit noch nicht beeinträchtigt, da der Gesamtboden nur moderat trocken ist.
Die Daten stammen vom UFZ-Duerremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Die Karten werden wöchentlich aktualisiert. Den aktuellen Wetterbericht für Schleswig-Holstein finden Sie hier.
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