Der aktuelle UFZ-Duerremonitor vom 17. Juli zeigt für Thüringen ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Das 14-Tage-Mittel dokumentiert eine räumlich heterogene Lage: Während große Teile Thüringens orange (moderate Dürre) oder hellgelb (ungewöhnlich trocken) gefärbt sind, zeigen sich in einzelnen nördlichen Bereichen noch normale Bodenfeuchte-Bedingungen.

Regionale Verteilung: Der Süden und die zentralen Regionen (insbesondere rund um das mittlere Thüringen bis in den Südosten) sind überwiegend von orange gefärbten Flächen (moderate Dürre) oder rot gefärbten Flecken (schwere Dürre) geprägt. Der Norden zeigt Mischverhältnisse: Hellgelbe Bereiche wechseln mit gelben und orange Zonen. Im äußersten Norden sind vereinzelt noch grüne oder blautonale Flächen erkennbar, die auf ausreichende Bodenfeuchte hindeuten.
Wetterlage und Gesamtboden-Dynamik: Die vergangenen sieben Tage brachten Thüringen im Durchschnitt nur 8,7 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 21,6 Grad Celsius und Spitzenwerten von 29,7 Grad. Diese Niederschlagsmenge ist für die Auffrischung des Gesamtbodens unzureichend. Zwar kann der Oberboden bei kurzfristigem Regen eine schnelle Erholung zeigen, der tiefe Bodenspeicher bis 1,80 Meter reagiert jedoch träge. Die kommenden drei Tage bringen mit erwarteten 2 Millimetern Regen weiterhin keine wesentliche Besserung — bei Höchsttemperaturen um 21,5 Grad setzt sich die trocknende Tendenz fort.
Landwirtschaftliche und forstliche Bedeutung: Die moderate bis teilweise schwere Dürre in den zentralen und südlichen Landesteilen erfordert Aufmerksamkeit bei der Bewässerungsplanung und dem Waldschutz. Pflanzen mit flacherem Wurzelsystem können unter Wasserstress geraten, während tiefwurzelnde Bestände auf absehbare Zeit noch von Reserven in tieferen Schichten zehren können. Die normale bis ausreichende Feuchte in nördlichen Bereichen bietet dort vorübergehend etwas Spielraum.
Methode: Der UFZ-Duerremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Gleitendes Mittel. Kurzfristige Niederschlagsereignisse bilden sich mit zeitlicher Verzögerung ab.
Ausblick: Ohne nennenswerte Niederschläge in den nächsten Tagen wird sich die Trockenheit im Gesamtboden eher verfestigen als entspannen. Eine Beobachtung der Entwicklung wird empfohlen.
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