Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 27. Juli 2026 zeigt für Berlin und das Umland eine überwiegend trockene Bodenfeuchte-Situation. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe weist in der Mehrheit der Region Klasse 2 (moderate Duerre, Orange) und Klasse 3 (schwere Duerre, Rot) auf. Grüne oder blaue Bereiche — Indikator für normale bis feuchte Verhältnisse — sind kleinflächig und auf den Westen beschränkt. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aktualisiert diese Karte wöchentlich; sie zeigt ein 14-Tage-Gleitendes Mittel und reagiert daher träge auf kurzfristige Niederschlagsveränderungen.

Süden und Mitte am stärksten betroffen
Die räumliche Verteilung ist klar strukturiert: Der südliche und mittlere Teil Brandenburgs, insbesondere um die Oder-Spree-Region, zeigt deutlich rote Färbung (Klasse 3, schwere Duerre). Der Osten und Nordosten schließen sich mit Rot und Orange an. Der Westen und Nordwesten weisen Orange und einzelne hellgelbe Flecken auf. Einige kleinere Parzellen im äußersten Westen deuten auf leicht bessere Bedingungen hin, liegen aber nicht im feuchten Bereich.
Niederschlag der letzten Woche unzureichend
Die Wetterdaten zeigen für die letzten sieben Tage einen Durchschnittsniederschlag von 24 Millimetern bei einer Durchschnittstemperatur von 17,6 Grad Celsius. Obwohl diese Regenmenge lokal punktuell den Oberboden kurzzeitig befeuchtet hat, wird sie durch die träge Reaktion des Gesamtbodens in der UFZ-Karte nicht vollständig abgebildet. Für die kommenden drei Tage wird lediglich 2,7 Millimeter Niederschlag erwartet, während die Höchsttemperaturen auf 35,9 Grad Celsius ansteigen. Diese Kombination — wenig Regen, hohe Verdunstung — wird die ohnehin angespannte Wasserbilanz des Gesamtbodens weiter verschärfen.
Folgen für Wald und Landwirtschaft
Die Klasse-3-Zonen (rot) im Südosten und in der Region um Berlin signalisieren eine deutliche Trockenheit, wie sie statistisch alle 20 Jahre auftritt. Für die Forstwirtschaft ist dies ein kritischer Faktor — Trockenstress begünstigt Schädlingsbefall, besonders bei Fichten und Kiefern. In der Landwirtschaft können Feldfrüchte in schwer betroffenen Arealen mit Ertragsausfällen rechnen, falls die nächsten Wochen keine ausreichenden Niederschläge bringen. Die Orange-Zonen (Klasse 2) deuten auf moderat erhöhte Trockenheit hin, wie sie etwa alle zehn Jahre vorkommt. Für Grundwasserleitung und öffentliche Wasserversorgung ist die derzeitige Situation noch nicht kritisch, eine weitere Verschärfung über mehrere Wochen könnte aber zu Engpässen führen.
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