Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 23. Juli zeigt fuer Berlin und Brandenburg ueberwiegend moderate bis schwere Trockenheit. Der UFZ-Duerremonitor, der woechentlich aktualisiert wird, dokumentiert fuer den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe ein klares Bild: Orange (moderate Duerre) und Rot (schwere Duerre) dominieren den groessten Teil des erfassten Raums. Nur im Nordwesten sind einzelne Flaechen mit gelben Toenen (ungewoehnlich trocken) zu sehen, waehrend dunkelrote und noch intensivere Flaechen punktuell im Osten und in der Mitte auftreten.

Osten und Mitte unter schwerer Dürre
Die schlimmsten Bedingungen zeichnen sich im Osten und in der zentralen Region ab, wo die Karte durchgehend Rot signalisiert. Dies entspricht der Klasse „schwere Duerre“ nach UFZ-Definition — eine Situation, die statistisch etwa alle 20 Jahre auftritt. In diesen Bereichen hat der Boden in tiefen Schichten erhebliche Feuchtedefizite aufgebaut. Der Westen und Nordwesten zeigen etwas geringere Betroffenheit mit Orange und Hellgelb, bleiben aber gleichfalls unter den Normalwert.
Regen der letzten Woche reicht nicht aus
In den letzten sieben Tagen fielen in Berlin durchschnittlich nur 9 Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 16,6 Grad Celsius. Dies ist fuer eine Erholung des Gesamtbodens unzureichend. Der Duerremonitor bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel ab — kurzfristige Niederschlaege wirken sich auf der Oberflaeche schneller aus, in tieferen Bodenschichten aber nur verzoegert. Die kommenden drei Tage bringen laut Wettervorhersage 11,1 Millimeter Niederschlag bei erwarteten Hoechsttemperaturen um 28 Grad Celsius. Diese Menge und die Waerme reichen nicht aus, um eine Entspannung in der Tiefe zu bewirken.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Bei moderate bis schwerer Duerre im Gesamtboden werden Pflanzen mit tieferen Wurzelsystemen (wie Waldbestaende und mehrjaehrige Kulturen) zunehmend belastet. Grundwasserneubildung verlangsamt sich deutlich. Flaechenbewundene Kulturen mit Flachwurzlern zeigen bereits Stresssymptome. Die anhaltend trockene Lage erfordert erhoehte Aufmerksamkeit durch Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Wiederholte Niederschlaege von mindestens 20 bis 30 Millimetern waeren erforderlich, um eine Trendwende anzubahnen.
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