Bodenfeuchte Berlin: Orange und Rot dominieren – Gesamtboden trocken

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt fuer Berlin zum 28. Juli 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte: Weite Teile des Landes sind in die Klassen „moderate Duerre“ (orange) oder „schwere Duerre“ (rot) eingeordnet. Nur der nordwestliche Bereich weist gelbe Toene („ungewoehnlich trocken“) auf. Blaue oder gruene Bereiche, die normale bis feuchte Bodenverhaeltnisse anzeigen wuerden, sind auf der Karte nicht sichtbar.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süden und Mitte zeigen schwere Trockenheit

Die roten Flaechen konzentrieren sich in der Süd- und Mittelmitte Berlins und kennzeichnen Bodenverhaeltnisse der Klasse „schwere Duerre“. Der Osten und Nordosten sind üeberwiegend orange gefaerbt („moderate Duerre“). Der Nordwesten des Landes zeigt hellgelbe Flaechen („ungewoehnlich trocken“). Diese räumliche Verteilung ist typisch fuer die aktuellen Trockenheitszyklen in der Region und erfordert Beobachtung, besonders im südlichen und zentralen Bereich.

Regenwasser dringt nur langsam ein

Die UFZ-Karte bildet die Bodenfeuchte des gesamten Bodenprofils bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird woechentlich aktualisiert. Sie zeigt ein 14-Tage-Mittel – kurzfristige Niederschlaege wirken sich daher nur traege aus. In den vergangenen sieben Tagen fielen in Berlin durchschnittlich 23,6 Millimeter Regen bei einer Durchschnittstemperatur von 18,6 Grad Celsius. Diese Niederschlaege haben den Oberboden gekuehltet und teilweise befeuchtet, doch der Gesamtboden in der Tiefe reagiert zeitverzoegert. Fuer die kommenden drei Tage werden nur etwa 5 Millimeter Niederschlag erwartet, waehrend die Hoechsttemperaturen bis 36,7 Grad Celsius ansteigen – ein Verhaeltnis, das eine weitere Austrocknung beschleunigt.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Die Kombination aus schwerer und moderater Duerre im Gesamtboden bedeutet spuerbare Einschraenkungen fuer pflanzenverfuegbares Wasser. Landwirtschaftliche Kulturen in den rot gefaerbten Bereichen (schwere Duerre) benoetigen verstaerkte Aufmerksamkeit; ohne ausreichende Niederschlaege oder Bewaesserung sinken Ertragsaussichten. Fuer das Grundwasser gilt: Die traege Auffuellung des tieferen Bodenschichts verlangsamt sich in Trockenzeiten – der aktuelle Trend zeigt eine Vertiefung der Defizite statt Erholung. Forstbetriebe sollten Waldbrand-Vorsichtsmassnahmen aufrechterhalten, insbesondere in den orange und rot gefaerbten Zonen.

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