Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Berlin und Umland zum 2. August 2026 ein differenziertes Bild: Während der Westen und Nordwesten noch hellgelbe bis orange Töne aufweisen, dominieren in der Mitte, im Osten und Süden die Farben Orange und Rot. Damit liegt der Gesamtboden (bis 1,80 m Tiefe) im überwiegenden Teil des Landes in den Klassen „moderate Duerre“ bis „schwere Duerre“ vor. Die Karte stellt ein 14-Tage-gleitendes Mittel dar und wird wöchentlich vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aktualisiert.

Osten und Südosten mit schwerer Dürre belastet
Die intensivsten Trockenheitssignale zeigen sich flächig in Nord- und Nordostbrandenburg sowie in Regionen östlich von Berlin, wo rote Flächen (Klasse „schwere Duerre“) deutlich überwiegen. Im südlichen Berliner Umland und in Teilen Südbrandenburgs wechseln sich rote und orange Bereiche ab. Der Nordwesten, insbesondere Gebiete westlich von Berlin, zeigt dagegen hellgelbe Färbung, was einer milderen Trockenheit („ungewöhnlich trocken“) entspricht. Diese regionale Staffelung deutet auf unterschiedliche Wasserspeicherkapazitäten und Niederschlagsmuster hin.
Sieben Tage ohne nennenswerte Niederschläge
Die Wetterdaten der vergangenen Woche deuten auf anhaltende Trockenheit hin: Berlin registrierte nur 15,2 mm Niederschlag, bei Durchschnittstemperaturen von 21,4 °C und Spitzenwerten bis 36,7 °C. Der Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Regen — diese geringe Menge reicht nicht aus, um die tieferen Schichten nachhaltig zu befeuchten. Für die kommenden drei Tage zeigt die Vorhersage 0 mm Niederschlag, während Höchsttemperaturen um 30,9 °C erwartet werden. Diese Bedingungen werden die Trockenheit in den kommenden Tagen weiter verschärfen.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasserspeicher
Die Klasse „moderate Duerre“ tritt statistisch alle zehn Jahre auf, „schwere Duerre“ alle zwanzig Jahre. Für die Landwirtschaft bedeutet dies, dass Sommergetreide und Hackfrüchte in den roten Gebieten unter Wassermangel leiden, während in orange gefärbten Regionen eine deutlich erhöhte Bewässerungslast entsteht. Der Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe ist der Maßstab für Grundwasserneubildung und tiefwurzelnde Kulturen: Die roten Flächen signalisieren, dass Reserven aufgebraucht werden. Eine Wetterberuhigung durch ergiebige Niederschläge ist nach aktuellem Wetterbild nicht in Sicht.
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