Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Berlin zum 26. Juli 2026 eine deutliche Trockenheitssituation im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Große Teile des Landes sind von moderater bis schwerer Dürre (Orange und Rot) betroffen. Nur im äußersten Westen und in kleineren Bereichen nördlich der Stadt treten hellgelbe Bereiche (ungewöhnlich trocken) auf. Grüne oder blaue Zonen, die auf normale oder feuchte Verhältnisse hindeuten, sind auf der Karte deutlich unterrepräsentiert.

Süden und Mitte am stärksten betroffen
Der Süden Berlins und die zentralen Regionen zeigen überwiegend rote Färbung, was schwerer Dürre entspricht (statistisch alle 20 Jahre auftretend). Mehrere Flecken dunkelroter Tönung deuten auf noch intensivere Trockenheit hin. Der Norden und Nordwesten sind weniger stark betroffen und zeigen häufiger orange Färbung (moderate Dürre). Der Westen bleibt mit hellgelben und einzelnen orange-gefärbten Zellen das feuchteste Gebiet, allerdings noch immer im Bereich erhöhter Trockenheit.
Aktuelle Niederschläge bremsen Gesamtboden-Erholung
In den letzten sieben Tagen sind in Berlin durchschnittlich 17,4 Millimeter Regen gefallen. Diese Menge reicht aus, um den Oberboden kurzfristig zu befeuchten, doch der Gesamtboden reagiert träge: Die UFZ-Karte zeigt ein 14-Tage-Gleitendes Mittel und spiegelt daher nur teilweise die jüngsten Niederschläge wider. Die bis 1,80 Meter Tiefe messbare Bodenfeuchte ist durch die vorangegangenen Wochen mit geringerem Niederschlag geprägt. Für die nächsten drei Tage werden nur 5,6 Millimeter Regen erwartet, bei Höchsttemperaturen um 29,6 Grad Celsius – eine Konstellation, die eine weitere Entspannung unwahrscheinlich macht.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die großflächig rote Färbung im Süd- und Zentralbereich Berlins signalisiert deutliche Trockenheit, die Landwirtschaft und Wasserversorgung beobachten sollten. Der Grundwasserhaushalt reagiert mit zeitlicher Verzögerung auf anhaltende Defizite im Gesamtboden. Eine Entspannung ist ohne ergiebige Niederschläge in den kommenden Wochen nicht in Sicht. Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und bietet kontinuierliche Überwachung der Bodenfeuchte.
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