Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Brandenburg ein gemischtes Bild: Während der Norden und Westen der Landesfläche überwiegend orange gefärbt sind, deuten dunkelrote Flecken im Nordosten sowie südlich von Berlin auf extreme Dürre hin. Rot dominiert im Süden und in der Mitte zwischen Cottbus und dem Spreewald. Nur kleinere Bereiche im äußersten Westen zeigen hellgelbe oder grünliche Töne.

Süden und Nordosten am stärksten betroffen
Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist im Süden Brandenburgs von schwerer Dürre geprägt. In der Gegend um Cottbus und südlich davon zeigen sich dunkelrote Zonen, die auf extreme Dürre hinweisen. Im Nordosten — besonders in der Uckermark — zeichnet sich ebenfalls eine extreme Austrocknung ab. Der Norden und die westlichen Landesteile sind von moderater Dürre erfasst, wirken aber noch deutlich trockener als die bundesweit üblichen Verhältnisse.
Niederschlag der vergangenen Woche verstärkt die Trockenheit nicht
In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich 3,8 Millimeter Regen — eine Menge, die für eine nachhaltige Entspannung nicht ausreicht. Die Durchschnittstemperatur lag bei 14,4 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 22 Grad. Dieser Regenmangel über eine längere Trockenphase hinweg erklärt, weshalb der Boden bis in die Tiefe an Feuchte verloren hat. Der tiefe Untergrund reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — anhaltende Regenfälle über Wochen wären erforderlich, um die Defizite auszugleichen.
Aussichten für Niederschlag – 12,3 Millimeter erwartet
Für die kommenden drei Tage werden 12,3 Millimeter Niederschlag erwartet. Diese Menge könnte den Oberboden etwas befeuchten, reicht aber nicht aus, um die tieferen Schichten bis 1,80 Meter spürbar zu regenerieren. Die erwartete Höchsttemperatur von 16,1 Grad Celsius bleibt gemäßigt. Erst eine Abfolge mehrerer Regenereignisse könnte die Situation des Bodens nachhaltig verbessern.
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