Bodenfeuchte Bayern: 2,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — extreme Trockenheit dominiert

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Bayern überwiegend von extremer Dürre betroffen. Etwa 80 Prozent der Landesfläche sind dunkelrot eingefärbt, was extreme Dürre anzeigt. Der Norden und die Mitte Bayerns sind am stärksten betroffen, während einzelne Bereiche der Alpen und des Bayerischen Waldes orange (moderate Dürre) aufweisen.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Extreme Trockenheit bis in die Tiefe

Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist flächengreifend ausgetrocknet. Extreme Dürre tritt statistisch alle 30 Jahre auf und deutet auf einen massiven Wassermangel hin, der in dieser Tiefe nur langsam ausgeglichen werden kann. Die wenigen hellgelben Flecken im Norden zeigen ungewöhnliche Trockenheit, doch auch diese Bereiche sind deutlich unterdurchschnittlich mit Wasser versorgt.

Geringe Niederschläge verstärken die Lage

Die vergangenen sieben Tage brachten durchschnittlich nur 2,8 Millimeter Niederschlag — eine Menge, die den Wassermangel nicht ausgleichen kann. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 14,7 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 23,4 Grad Celsius. Diese Werte belegen, dass anhaltende Trockenheit und milde Temperaturen die bereits kritische Situation im Boden aufrechterhalten. Mit einem 14-Tage-Mittel reagiert der tiefere Boden träge auf kurzfristige Regenereignisse, weshalb der gemessene Befund die anhaltende Defizitlage der vergangenen Wochen widerspiegelt.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserressourcen

Die extreme Dürre gefährdet Ernte und Grundwasserstände erheblich. Pflanzen in der Kornfüllungsphase (Wachstumsstadium bei Getreidearten wie Weizen, Gerste oder Mais, nach der Bestäubung wachsen und füllen sich die Körner) leiden unter der Trockenheit und zeigen Ertragsverluste. Auch Waldbestände sind in ihrer Widerstandskraft beeinträchtigt. Die Wasserversorgung in vielen Regionen kommt unter Druck.

Aussichten für Niederschlag – 7,3 Millimeter erwartet, Relief bleibt begrenzt

In den kommenden drei Tagen werden 7,3 Millimeter Niederschlag erwartet. Die erwarteten Höchsttemperaturen liegen bei 14,9 Grad Celsius, die Tiefsttemperaturen bei 5,7 Grad Celsius. Weder Schneefall noch Graupel sind angekündigt. Die geringe Regenmenge wird die Trockenheit in der Tiefe nicht wesentlich lindern, kann aber zumindest oberflächlich eine erste Erleichterung bringen.

Den aktuellen Wetterbericht für Bayern finden Sie hier.


Mehr zum Wetter und den Folgen:

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

» Zum Wetterbericht für Bayern