Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Brandenburg überwiegend in Rot und Orange. Schwere Dürre dominiert große Teile des Landes, moderate Dürre tritt vor allem in der südwestlichen Region auf. Nur kleinflächig finden sich Bereiche mit normaler Bodenfeuchte.

Süden und Westen schwächer betroffen als die Mitte und der Osten
Im Süden und Südwesten Brandenburgs überwiegt moderate Dürre. Die Bereiche um die Niederlausitz zeigen ein gemischtes Bild aus Orange und Rot. Deutlich ausgeprägter ist die Trockenheit in der Mittelbrandenburgischen Region sowie im Nordosten und Osten des Landes, wo schwere Dürre vorherrscht. Nur vereinzelte Flecken in der Uckermark und südlich von Potsdam deuten auf feuchteren Boden hin.
Bisherige Niederschläge reichen nicht zur Entspannung
In den vergangenen sieben Tagen fiel im Durchschnitt 9,4 Millimeter Regen — eine geringe Menge, die den Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter nicht ausreichend auffeuchtete. Die durchschnittliche Temperatur der vergangenen Woche betrug 11,8 Grad bei einer Höchsttemperatur von 22 Grad. Diese Kombination aus Niederschlagsmangel und Verdunstung erklärt die anhaltende Trockenheit in der Tiefe.
Für Landwirtschaft und Forstwirtschaft bedeutet der aktuelle Zustand spürbaren Wassermangel. Wintergetreide und Zwischenfruchtanbau leiden unter unzureichender Bodenfeuchtigkeit. In den Wäldern steigt die Waldbrandgefahr, zumal der Oberboden bereits ausgetrocknet ist.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
In den kommenden drei Tagen sind nur 1,1 Millimeter Niederschlag zu erwarten — praktisch kein Regen. Die Höchsttemperaturen werden um 15,7 Grad liegen, nachts kühlt es auf 4,5 Grad ab. Ohne nennenswerten Niederschlag wird sich die Trockenheitssituation nicht entspannen.
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