Bodenfeuchte Brandenburg: Orange und Rot dominieren im Gesamtboden

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle UFZ-Duerrekarte zeigt für Brandenburg zum 31. Juli 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte bis 1,80 Meter Tiefe. Der Gesamtboden ist überwiegend von moderater bis schwerer Trockenheit geprägt. Orange Flächen (moderate Duerre) und rote Flächen (schwere Duerre) dominieren zentrale und östliche Landesteile, während der Nordwesten hellgelbe Bereiche (ungewöhnlich trocken) aufweist. Einzelne kleine Areale im äußersten Nordwesten zeigen noch grüne bis gelbliche Töne, was auf weniger ausgetrocknete Verhältnisse hindeutet.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Osten und Mitte unter Trockenheitsdruck

Die räumliche Verteilung offenbart eine Staffelung von West nach Ost. Im westlichen Brandenburg, etwa in den Regionen um die Elbe herum, prägen hellgelbe Flächen die Bodenfeuchte – eine Klasse, die statistisch alle fünf Jahre auftritt. Der Norden zeigt dagegen ein Mosaik aus Orange und vereinzelt Hellgelb. Besonders die zentralen und östlichen Teile Brandenburgs sind von orange gefärbten Zonen durchzogen, was auf moderate Trockenheit hindeutet. Deutlich rote Flecken (schwere Duerre) treten konzentriert in mehreren Clustern auf – insbesondere in der Mitte und im Südosten des Landes. Diese Klasse tritt statistisch etwa alle 20 Jahre auf. Dunkelrote (extreme Duerre) oder violette (aussergewöhnliche Duerre) Bereiche sind nicht flächig vorhanden und bleiben auf minimale Pixel begrenzt.

Niederschlag reicht nicht zur Entspannung

In den vergangenen sieben Tagen sind im Durchschnitt 27,2 Millimeter Niederschlag gefallen – ein Wert knapp über der Normallinie, doch unzureichend, um die 14-Tage-Mittelwerte der Bodenfeuchte in der Tiefe zu entspannen. Der Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; der Oberboden mag sich kurzfristig erholt haben, die gesamte Bodensäule bis 1,80 Meter aber zeigt noch deutliche Trockenheitszüge. Die kommenden drei Tage bringen mit 1,8 Millimeter Niederschlag kaum Erleichterung. Gleichzeitig werden Höchsttemperaturen von 32,4 Grad Celsius erwartet, was die Evaporation verstärkt und die Feuchtedefizite eher vergrößert als mindert.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wasserwirtschaft

Die Dominanz von oranger und roter Klassen auf der UFZ-Karte deutet auf eine gespannte Situation in der Landwirtschaft hin. Kulturpflanzen in Böden mit moderater bis schwerer Trockenheit bis zur Metertiefe erleben erschwerte Wassernachlieferung aus tieferen Schichten – ein Problem besonders für Frühjahrsgetreide und Kartoffeln, deren Wurzelsysteme auf Tiefenwasser angewiesen sind. Im Forstbereich erhöht sich das Waldbrandrisiko bei Klasse 2 und 3 erheblich. Für die Wasserversorgung bleibt die Lage beobachtenswürdig: Grundwasserneubildung wird durch schwere Trockenheit behindert, eine Entspannung ist bei der aktuellen Wettervorhersage nicht absehbar. Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel.

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