Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Berlin zum 31. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Waehrend der Nordwesten und Teile des Westens noch gelb (ungewoehnlich trocken) gefaerbt sind, dominieren in der Mitte, im Osten und Sueden des Landes orange und rote Toene. Dies entspricht moderate bis schwere Duerre nach UFZ-Klassifizierung. Blau- oder Gruentoene (normale Bodenfeuchte) sind auf der Karte nicht sichtbar.

Mitte und Osten mit schwerer Trockenheit belastet
Die aktuelle Karte des Helmholtz-Zentrums fuer Umweltforschung zeigt ein klares regionales Muster. Der Nordwesten Berlins weist hellgelbe Flaechen auf — ungewoehnlich trocken. Die zentrale Region, insbesondere das Gebiet um die Spree und nach Osten, zeigt ueberwiegend orange Faerbung (moderate Duerre). Groessere rote Flaechen (schwere Duerre) konzentrieren sich im suedlichen Umland und lokal im Osten. Dunkelrote oder violette Zonen, die extreme oder aussergewoehnliche Duerre anzeigen wuerden, sind nicht erkennbar. Bemerkenswert ist die Abwesenheit von feuchten Zonen — keine Regionen zeigen Blau- oder Gruentoene.
Kürzliche Niederschläge erreichen Gesamtboden nur träge
In den letzten sieben Tagen fielen im Durchschnitt 34,8 Millimeter Regen — eine Menge, die oberflächlich Entlastung bringt. Der UFZ-Duerremonitor erfasst jedoch den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe als 14-Tage-gleitendes Mittel. Diese Verzoegerung erklaert, warum aktuelle Niederschlaege in dieser Darstellung nur verzoegert sichtbar werden. Der Oberboden hat sich kurzfristig durch die jüngsten Regenfaelle erhoelt, der tiefere Untergrund reagiert aber traege. In den kommenden drei Tagen zeigt die Vorhersage Temperaturen bis 32,1 Grad Celsius und keinen Niederschlag — eine Verstaerkung der Trockenheit ist damit wahrscheinlich.
Landwirtschaft und Grundwasserspeicher unter Beobachtung
Die schwere Duerre in der Mitte und im Osten der Region ist fuer sensible Kulturen relevantt. Orange- und rote Zonen deuten auf eingeschraenkte Bodenfeuchte hin, die bei empfindlichen Pflanzen Stress ausloest und Bewaesserung erforderlich machen kann. Das Grundwasser, das sich aus Sickerwasser speist, reagiert auf solche Phasen mit Verzoegerung — die aktuelle Trockenheit koennte sich in den kommenden Wochen in sinkenden Grundwasserspiegel niederschlagen. Die Situation erfordert Aufmerksamkeit, bleibt aber im Rahmen statistisch erwarteter Duerre-Ereignisse (10- bis 20-jaehrige Wiederkehrperioden je nach Lokalitaet).
Detaillierte Informationen zur Methodik des UFZ-Duerremonitors und woechentliche Updates finden Sie auf der Website des Helmholtz-Zentrums fuer Umweltforschung. Die Karte wird woechentlich aktualisiert.
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