Bodenfeuchte Brandenburg: Orange und Rot dominieren Mitte und Osten

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle Dürrekarte des UFZ-Duerremonitors vom 21. Juli 2026 zeigt für Brandenburg ein differenziertes Bild: Der Norden und Westen des Landes sind weitgehend von normalen bis leicht erhöhten Trockenheitsgraden geprägt, während die Mitte und der Osten deutlich ausgeprägter trocken ausfallen. Die Klassen Orange (moderate Dürre) und Rot (schwere Dürre) dominieren großflächig den östlichen und mittleren Landesteil.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Osten und Mitte in moderate bis schwere Trockenheit

Der östliche und zentrale Teil Brandenburgs ist derzeit von Orange- und Rot-Anteilen geprägt, die auf moderate bis schwere Dürrebedingungen hindeuten. Besonders im Raum Berlin und südöstlich davon sind dunkelrote Flecken sichtbar, die auf extreme Dürre (Klasse 4) hinweisen — allerdings flächenmäßig begrenzt. Der Westen und Nordwesten zeigen hingegen hellgelbe und teils orange Färbung, was auf ungewöhnlich trockene bis moderat trockene Bedingungen hindeutet. Der Norden bleibt in Teilen gelb und hellgelb, einzelne kleinere Bereiche zeigen noch normale Bodenfeuchte.

Schwache Niederschläge verschärfen die Situation

Die Wetterdaten der letzten sieben Tage zeigen durchschnittlich nur 12 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 18,4 Grad Celsius und Spitzenwerten von 29,4 Grad. Diese schwache Niederschlagsmenge trägt nicht wesentlich zur Entspannung bei, da der UFZ-Duerremonitor ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe abbildet — dieser reagiert träge auf kurzfristige Regen. Für die nächsten drei Tage werden weitere 5,7 Millimeter Niederschlag erwartet bei Höchsttemperaturen um 27,2 Grad, was einer nachhaltigen Verbesserung nicht ausreicht.

Landwirtschaft sollte Bodenfeuchte im Auge behalten

Für die Landwirtschaft in Brandenburg bedeutet die flächendeckende Präsenz der Klassen Orange und Rot im östlichen und mittleren Landesteil erhöhte Bewässerungserfordernisse, insbesondere bei sensiblen Kulturen. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter zeigt Defizite, die durch kurzfristige Regenfälle nicht sofort kompensiert werden. Forstbestände in den betroffenen Regionen sollten beobachtet werden. Allerdings bleibt die aktuelle Situation unterhalb von Klasse 4/5, sodass flächendeckend extreme Ausfälle noch nicht zu erwarten sind — eine engmaschige Beobachtung ist jedoch ratsam.

Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert. Die nächste Karte erscheint am 28. Juli 2026.

Den aktuellen Wetterbericht für Brandenburg finden Sie hier.


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