Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 21. Juli 2026 zeigt für Bremen ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte. Der Norden und der äußerste Westen liegen im Bereich normaler bis leicht feuchter Bedingungen (Blau- und Grüntöne). Die zentrale und südliche Region dagegen ist geprägt von erhöhter Trockenheit — hier dominieren die Klassen „ungewöhnlich trocken“ (Hellgelb) und „moderate Dürre“ (Orange), mit kleinräumigen Flecken der Klasse „schwere Dürre“ (Rot) besonders in der südlichen Mitte.

Süden und Mittelbreich zeigen Trockenheitsmerkmale
Die orange gefärbten Zonen konzentrieren sich auf das südliche und mittlere Bremengebiet, wo die Bodenfeuchte des Gesamtbodens (bis 1,80 Meter Tiefe) deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt liegt. Diese Klasse entspricht einer Häufigkeit von etwa alle zehn Jahre. Besonders in der südlichen Mitte sind rote Flecken sichtbar, die auf schwere Dürrebedingungen hindeuten. Der Norden bleibt dagegen deutlich günstiger mit Hellgelb bis normalen Feuchtigkeitsverhältnissen. Die Übergänge sind mosaikartig — ein Zeichen dafür, dass lokale Bodenbeschaffenheit und Grundwasserverhältnisse eine Rolle spielen.
Minimale Niederschläge bei trockenem Wetter
Die aktuelle Wetterlage verstärkt die Situation. In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich nur 11 Millimeter Regen — deutlich unter dem für diese Jahreszeit üblichen Wert. Die Temperaturen erreichten mit bis zu 28,7 Grad Celsius sommerliche Höhen, und die nächsten drei Tage bringen keinerlei Niederschläge bei erwarteten Höchsttemperaturen um 26 Grad. Wichtig: Die UFZ-Karte zeigt ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Gesamtbodens und reagiert daher träge auf kurzfristige Niederschlagsausfälle. Der Oberboden kann sich bei gelegentlichen Regenfällen schneller erholen, doch die tieferen Bodenschichten — relevant für Grundwasser und Vegetation in Trockenzeiten — puffern Wasserdefizite nur langsam aus.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wasserverfügbarkeit
Für die Landwirtschaft bedeutet moderate Dürre (Orange) in der südlichen Region Aufmerksamkeit bei der Bewässerung und Pflanzenvitalität. Sommergetreide und späte Hackfrüchte können unter anhaltender Trockenheit leiden. Die schweren Dürrezonen (Rot) erfordern gezieltes Wassermanagement. Der Wald in diesen Bereichen zeigt erhöhte Trockenstressanfälligkeit. Für die Wasserversorgung ist die Situation noch nicht kritisch, da größere Teile Bremens normal oder feucht sind, doch das Grundwasser wird in den trockenen Zonen mittel- bis langfristig beobachtet werden müssen. Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und bietet die aktuelle Einschätzung der Bodenfeuchte in hoher räumlicher Auflösung.
Den aktuellen Wetterbericht für Bremen finden Sie hier.
Mehr zum Wetter und den Folgen:
