Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Brandenburg zum 22. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Waehrend der Norden und Nordwesten des Landes mit gelben und teilweise gruenen Toenen normale bis leicht erhoehte Trockenheit aufweisen, praesentiert sich der Sueden und die Zentralregion deutlich trockener. Orange (moderate Duerre) und Rot (schwere Duerre) dominieren flächig in Süd-, Mittel- und Ostbrandenburg. Die Karte ist ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Bodenfeuchteindex (SMI) fuer den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe.

Süd- und Ostbrandenburg unter moderater bis schwerer Trockenheit
Die Region südlich und östlich einer Linie von Berlin bis in die Niederlausitz zeigt überwiegend orange und rote Färbung. Schwere Trockenheit (rot) konzentriert sich besonders auf die südliche Zentralregion, Teile der Uckermark sowie den östlichen Landstrich. Dunkelrot (extreme Duerre) tritt kleinflächig in Zentralbrandenburg auf — betroffen ist ein geschätzter Anteil von unter 10 Prozent der Landeszufläche. Der Norden und Nordwesten hingegen zeigen hellgelb bis orange, was auf ungewöhnlich trockene bis moderat trockene Verhältnisse hinweist. Besonderheit: Kleine grüne und blaugrüne Inseln deuten auf einzelne Gebiete mit normalem bis leicht erhöhtem Bodenfeuchtegehalt hin.
Rekente Niederschläge reichen nicht zur Tiefenentspannung
Die vergangenen sieben Tage brachten Brandenburg im Durchschnitt 14,3 Millimeter Regen bei durchschnittlich 17,3 Grad Celsius. Die Höchsttemperatur erreichte 28,6 Grad. Diese Niederschlagsmenge ist für die Sommerzeit unterdurchschnittlich und führte nur oberflächlich zu einer Entspannung: Der Oberboden kann sich kurzfristig regenerieren, der Gesamtboden jedoch — den die UFZ-Karte abbildet — reagiert deutlich träger auf kurzfristige Niederschläge. Die kommenden drei Tage werden weitere 5,8 Millimeter Regen bringen bei Höchsttemperaturen um 27,4 Grad, was keine Trendwende signalisiert.
Landwirtschaft im Süden unter Stress — Grundwasseraufladung verzögert
Für Landwirtschaft und Forstwirtschaft sind die schweren Trockenheitsindizes im Süden und der Mitte ein relevantes Signal: Kulturen mit geringerem Wurzelwerk leiden unter der Bodenfeuchtedefizit im mittleren und tieferen Bodenhorizont. Waldbestände sind ebenfalls gefährdet, insbesondere auf sandigen Böden. Die Grundwasserneubildung bleibt bei der derzeitigen Niederschlagslage begrenzt; ein starker Umschwung durch ergiebige Regenfälle ist in der nächsten Woche nicht zu erwarten. Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und bildet somit mittelfristige Trockenheitstrends zuverlässig ab.
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