Bodenfeuchte Deutschland: 19,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — Süden bleibt trocken

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Deutschland ein stark geteiltes Bild. Während der Norden und Nordwesten mit Hellgelb und Orange überwiegend ungewöhnlich bis moderat trocken sind, dominiert im Süden und in der Mitte Rot und Dunkelrot. Etwa 60 bis 65 Prozent der Landesfläche sind von schwerer bis extremer Dürre betroffen.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Extreme Dürre im Süden und Südosten

Dunkelrot prägt die Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Bayern, Baden-Württemberg und großen Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz — extreme Dürre herrscht dort vor. Sachsen und Brandenburg zeigen überwiegend Rot, was auf schwere Dürre hindeutet. Der Nordosten mit Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holstein erscheint in Orange bis Hellgelb, moderate bis ungewöhnliche Trockenheit dominiert dort. Nur einzelne weiße Flecken im äußersten Norden deuten auf normale Feuchte hin.

Regen ungleich verteilt — Norden profitiert

In der vergangenen Woche fielen deutschlandweit durchschnittlich 19,8 Millimeter Regen. Diese Menge verteilt sich aber höchst ungleich: Mecklenburg-Vorpommern erhielt 58,1 Millimeter, Schleswig-Holstein 56,1 Millimeter. Baden-Württemberg dagegen nur 24 Millimeter, Bayern 11,2 Millimeter, Rheinland-Pfalz nur 1,7 Millimeter. Hessen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt bekamen zwischen 9 und 19 Millimeter. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — die Oberschichten können sich kurzfristig erholen, aber der Tiefenboden bleibt für längere Zeit bestimmt durch die vorangegangenen trockenen Wochen.

Aussichten für Niederschlag – kaum Entlastung absehbar

Für die kommenden drei Tage sind bundesweit nur 0,2 Millimeter Niederschlag zu erwarten. Nur Schleswig-Holstein und Sachsen profitieren mit jeweils bis zu 2,8 und 0,1 Millimetern von leichten Regenfällen. Die Bodenfeuchte in den bereits betroffenen Regionen im Süden und in der Mitte wird sich weiter verringern. Eine deutliche Entspannung ist nicht in Sicht.

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