Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Hessen eine geteilte Bodenfeuchtesituation. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenfeuchte aufweist, herrscht in Mittel- und Südhessen moderate Trockenheit vor. Der UFZ-Dürremonitor weist etwa die Hälfte der Landesfläche als moderat trocken aus, die andere Hälfte zeigt normale Verhältnisse.

Regional betrachtet zeigt sich ein klares Nord-Süd-Gefälle: Der Norden Hessens, einschließlich der Region um Kassel, weist normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf. In Mittelhessen um Gießen und Marburg dominiert moderate Trockenheit, die sich südlich von Frankfurt am Main fortsetzt. Einzelne Bereiche in Südhessen erreichen schwere Trockenheit, während kleine Gebiete in der Rhein-Main-Region punktuell normale Feuchte zeigen.
Die Niederschläge der vergangenen Woche mit 17 Millimetern können die auf der Karte sichtbare Situation nur bedingt entspannen. Da der UFZ-Dürremonitor den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe als 14-Tage-Mittel darstellt und wöchentlich aktualisiert wird, reagiert er träge auf kurzfristige Niederschläge. Die aktuellen Temperaturen um 17 Grad fördern eine moderate Verdunstung.
Für die Landwirtschaft in den betroffenen Regionen bedeutet die moderate Trockenheit erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerung, insbesondere für oberflächennah wurzelnde Kulturen. Die Waldböden zeigen in den orange markierten Gebieten erste Anzeichen von Trockenstress. Die Wasserversorgung ist bei moderater Trockenheit noch nicht beeinträchtigt, sollte jedoch beobachtet werden.
Den aktuellen Wetterbericht für Hessen finden Sie hier.