Bodenfeuchte in Niedersachsen: Unterschiedliche Bedingungen zwischen Nord und Süd am 5. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Niedersachsen ein geteiltes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, zeigen sich im südlichen und östlichen Niedersachsen moderate Dürrebedingungen.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders der Raum um Göttingen und die angrenzenden Gebiete im Südosten des Landes sind von moderater Dürre betroffen, wie die orange Einfärbung auf der Karte zeigt. Kleinräumig treten hier auch schwere Dürrebedingungen auf. Der Küstenbereich und das westliche Niedersachsen weisen dagegen normale Bodenfeuchteverhältnisse auf, erkennbar an den grünen und blauen Bereichen der Karte. Die Region Hannover zeigt ungewöhnlich trockene Bedingungen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 26,5 Millimetern Niederschlag eine durchschnittliche Regenaktivität bei moderaten Temperaturen um 16,5 Grad Celsius. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-gleitendes Mittel des träge reagierenden Gesamtbodens darstellt, sind die jüngsten Niederschläge nur teilweise sichtbar. Der für die nächsten drei Tage erwartete Niederschlag von 6,8 Millimetern bei kühlen Temperaturen um 19 Grad wird voraussichtlich zunächst den Oberboden erreichen.

Moderate Dürre bedeutet statistisch Bedingungen, die etwa alle zehn Jahre auftreten. Für die Landwirtschaft in den betroffenen südlichen Gebieten kann dies eine erhöhte Bewässerungsnotwendigkeit bedeuten, während die Forstwirtschaft auf eine ausreichende Wasserversorgung achten sollte. Die normalen Bodenfeuchteverhältnisse in weiten Teilen des Landes zeigen jedoch, dass keine flächendeckende Trockenproblematik vorliegt.

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