Bodenfeuchte in Nordrhein-Westfalen: Ungewöhnlich trockene Gebiete neben normalen Verhältnissen – 4. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Nordrhein-Westfalen ein gemischtes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während größere Teile des Landes ungewöhnlich trockene Verhältnisse aufweisen, sind insbesondere in den westlichen und nördlichen Gebieten noch normale bis feuchte Bodenverhältnisse erkennbar. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) aktualisiert diese Karte wöchentlich als 14-Tage-gleitendes Mittel.

Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Im östlichen Nordrhein-Westfalen dominieren ungewöhnlich trockene Bedingungen (hellgelb), teilweise mit Übergängen zu moderater Dürre (orange). Besonders im Raum um das Sauerland und östliche Bereiche sind diese Trockenheitssignale sichtbar. Die westlichen Landesteile sowie Gebiete im Norden weisen hingegen normale Bodenfeuchte auf, erkennbar an den weißen bis leicht grünlichen Bereichen der Karte.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen 35,2 mm Niederschlag bei durchschnittlich 17,6°C. Diese Regenfälle haben vermutlich den Oberboden bereits aufgefrischt, während der Gesamtboden aufgrund seiner trägen Reaktion die längerfristige Trockenheit der vergangenen Wochen noch widerspiegelt. Für die kommenden drei Tage werden weitere 5,5 mm Niederschlag bei moderaten Temperaturen bis 21,7°C erwartet.

Die ungewöhnlich trockenen Verhältnisse in Teilen des Landes entsprechen statistisch Bedingungen, die etwa alle fünf Jahre auftreten. Für die Landwirtschaft bedeutet dies erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerung, während die Wasserversorgung noch nicht beeinträchtigt ist. In den normal feuchten Gebieten sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

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