Bodenfeuchte-Lage in Brandenburg: Moderate Trockenheit im Süden und Osten

Die aktuelle Dürrekarte des UFZ-Duerremonitors vom 17. Juli 2026 zeigt für Brandenburg ein differenziertes Bild: Während der Norden und Westen des Landes überwiegend in der Klasse „ungewöhnlich trocken“ (Hellgelb) eingestuft sind, dominiert in der südlichen und östlichen Hälfte die Klasse „moderate Dürre“ (Orange). Großflächig treten auch rote Areale („schwere Dürre“) auf, besonders im südlichen Landesinneren und im östlichen Bereich. Der Nordwesten weist stellenweise noch normale Bodenfeuchtebedingungen auf.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Räumlich betrachtet zeigt sich folgendes Muster: Die Regionen um Berlin und des südlichen Umlandes sind mit Flecken roter Einstufung (schwere Dürre) gekennzeichnet. Der östliche Landesteil bis zur polnischen Grenze ist durchgehend orange bis rot gefärbt. Der Westen und äußerste Norden bleiben in hellgelben bis leicht orangen Tönen, was auf eine gegenüber dem Osten mildere Trockenheitssituation deutet. Nasse oder feuchte Bedingungen sind auf dieser Karte nicht erkennbar.

Die zugrunde liegende Karte bildet ein 14-Tages-gleitendes Mittel des Bodenfeuchte-Index (SMI) für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe ab. Das bedeutet, dass kurzfristige Niederschläge nur verzögert sichtbar werden und der Gesamtboden träge auf aktuelle Wetterverhältnisse reagiert. In den vergangenen sieben Tagen ist Brandenburg mit durchschnittlich nur 5,8 Millimetern Niederschlag deutlich unter dem Normalwert geblieben. Bei Durchschnittstemperaturen von 21,8 °C und Spitzenwerten von 30,3 °C hat sich die Verdunstung beschleunigt. In den kommenden drei Tagen werden etwa 11,3 Millimeter Niederschlag erwartet, bei moderaten Temperaturen zwischen 13 °C und 21,7 °C – eine leichte Entspannung, die jedoch die tieferen Bodenschichten nur graduell erreichen wird.

Für die Landwirtschaft bedeutet die aktuelle Lage Beobachtung und Bewässerungsplanung, besonders im Osten und Süden: Pflanzen mit flacherem Wurzelwerk könnten unter Trockenheit leiden, während tiefwurzelnde Kulturen noch auf tiefere Bodenwasserreserven zurückgreifen können. Der Wald reagiert auf solche Phasen mit erhöhtem Trockenstress. Die Wasserversorgung sollte in betroffenen Regionen im Blick behalten werden.

Die Karte wird wöchentlich aktualisiert. Weitere aktuelle Informationen zum Dürrestatus liefert der UFZ-Duerremonitor.

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