Die aktuelle Karte des UFZ-Dürrenmonitors zeigt für Niedersachsen ein räumlich differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe. Während der Westen und Norden des Bundeslandes normale bis feuchte Verhältnisse aufweisen, dominiert in der Mitte und im Osten eine leicht erhöhte Trockenheit – überwiegend in der Klasse „ungewöhnlich trocken“ (hellgelb). Lokal treten Areale mit moderater Trockenheit (orange) und vereinzelt schwerer Trockenheit (rot) auf, besonders im südöstlichen Raum.

Der Norden Niedersachsens, insbesondere die Küstenregionen und das Weserbergland, zeigen auf der 14-Tage-Mittel-Karte grüne und blaugrüne Töne – Indikation für normale bis feuchte Bodenverhältnisse. Die nordfriesischen Inseln und Teile des Emslandes sind entsprechend gut versorgt. Dagegen präsentiert sich das östliche Niedersachsen mit Schwerpunkt in der südöstlichen Region (Braunschweiger Land, östliche Heide) in hellgelben und orange getönten Flächen – hier liegt die Bodenfeuchte unter dem langjährigen Mittel. Kleine rote Flecken deuten auf lokal schwere Trockenheit hin, bleiben aber räumlich begrenzt.
Die Ursachen dieser Muster liegen in der aktuellen Wetterlage: Die letzten sieben Tage brachten im Durchschnitt nur 0,3 mm Niederschlag bei durchschnittlich 20,9 °C. Die Höchsttemperatur erreichte 32,5 °C – deutlich über dem Juni-Normalwert. Für die kommenden drei Tage wird kein Niederschlag erwartet; die Höchsttemperaturen bleiben bei 32,1 °C. Dieser trockene, warme Trend verschärft die bereits bestehende Trockenheit im Boden. Allerdings ist zu beachten, dass die UFZ-Karte ein 14-Tage-gleitendes Mittel darstellt: Eventuelle Niederschläge aus den Tagen vor dem 7. Juni sind nur teilweise abgebildet, und kurzfristige Erholung des Oberbodens durch jüngere Regenereignisse zeigt sich erst zeitverzögert im Gesamtbodenprofil.
Für die Landwirtschaft bedeutet die aktuelle Lage eine Beobachtungspflicht, besonders in den orange und rot gefärbten Regionen: Sommergetreide, Kartoffeln und Feldgemüse zeigen bei anhaltender Trockenheit Stresssignale. Die Waldbrandgefahr ist in den betroffenen Ostregionen erhöht. Die Grundwasserneubildung verlangsamt sich bei fehlenden größeren Niederschlagsmengen. Die feuchteren Regionen des Nordens profitieren vorerst von besserer Wasserverfügbarkeit.
Der UFZ-Dürrenmonitor aktualisiert seine Karten wöchentlich. Die vorliegende Karte vom 21. Juni 2026 spiegelt damit die Bedingungen der Vorwoche wider. Bei Fortdauer der trockenen Wettermuster könnte sich die Ausdehnung der orange- und rotgefärbten Flächen in den kommenden Wochen vergrößern.
Den aktuellen Wetterbericht für Niedersachsen finden Sie hier.
(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)
