Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: Moderate Trockenheit im Südosten

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 2. August 2026 zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Der Norden und Westen des Bundeslandes verbleiben in normalen bis feuchten Verhaeltnissen, während der Südosten und Teile der Mittelbereiche erhöhte Trockenheit aufweisen. Die Karte wird woechentlich vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-gleitendes Mittel.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süden und Südosten in moderater Trockenheit

Im südöstlichen Landesteil dominiert die Klasse „moderate Duerre“ (orange). Diese Flaechen erstrecken sich großflaechig im Bereich zwischen 13°E und 14°E sowie in Teilen südlich der Mitte. Darueber hinaus sind verstreute Bereiche der Klasse „schwere Duerre“ (rot) erkennbar, insbesondere im östlichen Mittelbereich. Der Nordwesten und Norden bleiben überwiegend in der Klasse „ungewoehnlich trocken“ (hellgelb) oder zeigen normale Bodenverhaeltnisse.

Niederschlag und Temperaturtrends verschärfen die Lage

In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich nur 5 Millimeter Niederschlag, was für August eine deutlich unterdurchschnittliche Menge darstellt. Bei gleichzeitig erhöhten Temperaturen (Durchschnitt 20,6°C, Spitzenwert 36,1°C) wird die Bodenfeuchte in bereits trockenen Gebieten weiter reduziert. Das 14-Tage-Mittel der UFZ-Karte integriert diese Trockenphase partiell; der Gesamtboden reagiert jedoch traege auf kurzfristige Wechsel. Die Vorhersage für die nächsten drei Tage deutet auf eine Fortsetzung dieser Tendenz hin: Erwartete Niederschlaege von 0,8 Millimeter bei Höchsttemperaturen um 29,1°C bieten keine Entspannung.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wasserhaushalt

Die Bereiche in moderater und schwerer Trockenheit erfordern erhöhte Aufmerksamkeit in der Bewirtschaftung. Insbesondere Kulturen mit hohem Wasserbedarf könnten unter den anhaltend trockenen Bedingungen leiden. Der Grundwasserspiegel in diesen Regionen wird durch das Defizit beeinflusst, wobei die traege Reaktion des Gesamtbodens bedeutet, dass eine vollständige Erholung erst bei anhaltenden, ausreichenden Niederschlaegen eintritt. Der Norden und Westen des Landes zeigen dagegen keine Hinweise auf Wasserknappheit.

Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.