Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Das 14-Tage-gleitende Mittel vom 25. Juli 2026 dokumentiert überwiegend moderate bis deutliche Trockenheit in der Fläche, während einzelne Regionen feuchter ausfallen. Etwa 60–70 Prozent des Landes weisen Anzeichen erhöhter Trockenheit auf.

Süden und Osten deutlich trockener
Der Südosten Mecklenburg-Vorpommerns, insbesondere die Region um das südliche Mecklenburgische Seenland und Teile der Uckermark, zeigt rote und dunkelrote Flächenanteile – das entspricht schwerer bis extremer Dürre nach UFZ-Klassifizierung. Diese Bereiche sind statistisch nur alle 20 bis 30 Jahre derart ausgeprägt betroffen. Der Nordwesten und Westen des Landes präsentieren sich dagegen mit hellgelben bis orangefarbenen Zonen deutlich weniger kritisch (ungewöhnlich trocken bis moderate Dürre). Kleinflächig treten im westlichen Tiefland auch noch grüne und blaugraue Töne auf – Zeichen normaler Bodenfeuchte, die vor allem nach lokalen Niederschlagsereignissen entstanden sind. Der Norden zeigt ein Mosaik aus allen Trockenheitsklassen mit Schwerpunkt auf Orange (moderate Dürre).
Niederschlag der letzten Woche genügt nicht
In den vergangenen sieben Tagen fielen im Landesdurchschnitt 22,4 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 17 Grad Celsius – oberflächlich ein moderater Wert. Allerdings zeigt die UFZ-Karte als 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens eine träge Reaktion auf aktuelle Niederschläge. Der tiefe Bodenwasserspeicher erholt sich zeitverzögert; kurzfristige Regenfälle beeinflussen primär die oberflächlichen Schichten. Die kommenden drei Tage bringen mit nur 2,9 Millimetern erwarteter Niederschlagsmenge bei Höchsttemperaturen bis 29 Grad Celsius keine wesentliche Entspannung. Das Defizit bleibt bestehen.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die moderate bis deutliche Trockenheit in großen Teilen des Landes beeinträchtigt das Pflanzenwachstum in der Vegetationsphase. Sommergetreide und Kartoffeln sind in den roten Zonen unter Wasserstress. Die Grundwasserneubildung verläuft verzögert; Brunnenbetreiber und Wasserwirtschaftsbehörden sollten die weitere Entwicklung im UFZ-Duerremonitor beobachten, der wöchentlich aktualisiert wird. Forstbestände in den trockener werdenden südöstlichen Regionen zeigen erste Stresssymptome.
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