Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Mecklenburg-Vorpommern am 5. August 2026 ein differenziertes Bild: Waehrend der Nordwesten und groessere Teile des Westens in der Klasse „ungewoehnlich trocken“ (hellgelb) liegen, dominiert im Osten und in der Landesmitte die Klasse „moderate Duerre“ (orange). Der suedoestliche Landesteil bis zur Grenze zu Brandenburg zeigt raeumlich begrenzte Flaechen in der Klasse „schwere Duerre“ (rot), insbesondere im Bereich um die Oder-Region. Diese Einstufungen basieren auf dem UFZ-Duerremonitor, der woechentlich aktualisiert wird und ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Soil Moisture Index (SMI) fuer den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe abbildet.

Geografisch zeigt sich folgende Verteilung: Der Nordwesten (Greifswalder Becken, Vorpommern) liegt ueberwiegend in der hellgelben Klasse. Die westlichen Landkreise (Ludwigslust, Parchim) sind ebenfalls „ungewoehnlich trocken“. Der Osten und die Landesmitte (Mecklenburg-Seenplatte, Teile Guestrows) zeigen orange Flaechen mit moderater Trockenheit. Punktuelle rote Bereiche im Suedosten deuten auf lokal erhoehte Bodentrockenheit hin. Feuchte Bereiche (blau/gruen) sind auf der Karte nur marginal sichtbar.
In den vergangenen sieben Tagen fielen in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 28,3 Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 20,1 Grad Celsius. Die Hoechsttemperatur erreichte 30,3 Grad. Diese Niederschlaege haben sich teilweise im Oberboden ausgewirkt, der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert jedoch traege auf kurzfristige Niederschlaege. Die kommenden drei Tage zeigen einen klaren Trend: Es sind keine Niederschlaege prognostiziert, die Temperaturen sollen auf bis zu 29,2 Grad steigen. Diese trockenen Bedingungen koennen die bereits erkennbare Bodentrockenheit verstaerken.
Die aktuelle Bodenfeuchte-Situation erfordert Aufmerksamkeit, bewegt sich aber im Bereich der Klasse „ungewoehnlich trocken“ bis „moderate Duerre“. Fuer die Landwirtschaft bedeutet das, dass Feldkulturen mit flachen Wurzelsystemen verstaerkt Trockenstress erfahren koennen, waehrend tiefwurzelnde Kulturen vorerst noch auf Wasserspeicher in tieferen Bodenschichten zurueckgreifen. In den roten Bereichen sollten Bewaesserungsmassnahmen verstaerkt werden. Die Waldverhaeltnisse erfordern weiterhin Beobachtung, besonders in den orange eingefaerbten Zonen. Die Wasserversorgung in Ballungsraeumen ist aktuell nicht gefaehrdet, sollte aber bei weiterer Trockenheit im Auge behalten werden.
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