Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 26. Juli 2026 zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein heterogenes Bild: Während der Nordwesten und Südwesten der Region überwiegend normale bis leicht trockene Bedingungen aufweisen, konzentriert sich eine Zone mit moderater bis schwerer Bodentrockenheit im Osten und in der Mittelmecklenburg. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) aktualisiert seinen Duerremonitor wöchentlich; die Karte stellt ein 14-Tage-Gleitendes Mittel dar und erfasst die Bodenfeuchte bis 1,80 m Tiefe.

Osten und Mitte zeigen moderate bis schwere Trockenheit
Der östliche Landesteil — insbesondere Regionen um Vorpommern — weist auf der UFZ-Karte Flächenanteile mit dunkelroter Färbung auf, was auf extreme Bodentrockenheit (Wiederholungsintervall: alle 30 Jahre) hindeutet. Die Mittelmecklenburg wird überwiegend von orange bis rot klassifiziert, entsprechend moderate bis schwere Duerre. Der Nordwesten dagegen bleibt stabiler: hier dominieren hellgelbe bis orange Töne, was ungewöhnliche bis moderate Trockenheit anzeigt. Kleinere grüne und blaue Flecken im Westen deuten auf weniger betroffene Standorte hin.
Schwache Niederschläge verstärken das Defizit
In den vergangenen sieben Tagen fiel im Landesdurchschnitt nur 11,7 mm Niederschlag — deutlich unter dem Bedarf für eine schnelle Gesamtboden-Regeneration. Zwar kann der Oberboden bei einzelnen Regenfällen kurzfristig aufquellen, der tiefere Boden (bis 1,80 m) reagiert jedoch träge und benötigt anhaltende Feuchte über Wochen. Die kommenden drei Tage verschärfen die Situation: Es wird kein Niederschlag erwartet, die Höchsttemperaturen steigen auf 32,7 °C und die Witterung bleibt trocken. Diese Kombination verstärkt die Verdunstung und verhindert eine Entspannung des Feuchtedefizits in den kommenden Tagen.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasserneubildung
Die moderate bis schwere Trockenheit in Osten und Mittelmecklenburg kann für frühjahrsgesäte Kulturen und Weideflächen spürbar werden, insbesondere wenn kein Bewässerungspotenzial vorhanden ist. Der Grundwasserneubildung schadet die aktuelle Situation: Bei ausbleibenden Niederschlägen und hohen Temperaturen versickert weniger Wasser in die tieferen Bodenschichten. Für die Wasserwirtschaft ist eine Beobachtung der nächsten ein bis zwei Wochen angezeigt — sollte die Trockenheit anhalten, können lokale Wasserknappheiten entstehen. Der Norden und Westen der Region sind derzeit weniger kritisch betroffen.
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