Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Hessen zum 26. Juli 2026 eine ueberwiegend angespannte Bodenfeuchte-Situation. Die aktuelle Karte, die als 14-Tage-Gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe vorliegt, dokumentiert orange (moderate Duerre) und rot (schwere Duerre) als dominante Klassen. Hellgelbe Flaechen (ungewoehnlich trocken) treten vor allem im Norden und an den Raendern auf. Feuchte oder normale Bodenverhaeltnisse sind in Hessen derzeit kein flaechendeckendes Merkmal.

Süden und Mittelhessen deutlich trockener
Die Karte zeigt eine klare regionale Differenzierung: Der Suedwesten und die zentralen Landesteile – insbesondere um das Rhein-Main-Gebiet und oestlich davon – sind von roten Flaechen (schwere Duerre) gepraegt. Diese Regionen sind statistisch von einer Trockenheit betroffen, wie sie durchschnittlich alle 20 Jahre auftritt. Der Norden Hessens und die nördlichen Mittelgebirgsregionen zeigen vorwiegend orange (moderate Duerre) und hellgelb (ungewoehnlich trocken), was auf eine etwas weniger ausgepragte, aber dennoch deutliche Trockenheit hindeutet. Kleinere, lokale Flaechen orange sind ebenfalls im Osten und Suedosten verteilt.
Minimal-Niederschlag verschärft Gesamtboden-Defizit
Die aktuelle Wetterlage verstaerkt die Situation: In den letzten sieben Tagen fiel in Hessen durchschnittlich nur 3,2 Millimeter Niederschlag – deutlich unter dem normalen Bedarf. Die Durchschnittstemperatur lag bei 18 Grad Celsius, mit Spitzenwerten bis 28,8 Grad. Fuer die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag prognostiziert; die Hoechsttemperaturen werden auf 32,2 Grad ansteigen. Diese trockene und warme Konstellation wirkt sich unmittelbar auf den oberflächennahen Bodenwasser-Haushalt aus, während der Gesamtboden – erfasst durch den UFZ-Index – aufgrund seiner traegen Reaktion die kurzfristigen Niederschlaege nur verzoegert abbildet. Die aktuelle Trockenphase wird das vorhandene Defizit also eher verstaerken als abbauen.
Relevanz für Landwirtschaft und Wassermanagement
Fuer die Landwirtschaft bedeutet die schwere Duerre in Sudhessen und Mittelhessen spuerbare Bewässerungs-Anforderungen, besonders bei empfindlichen Kulturen. Der Wald – insbesondere in trockengefaehrdeten Mittelgebirgen – bleibt unter Stress. Auch der Grundwasser-Wiederaufbau verlangsamt sich bei anhaltendem Defizit und fehlenden groesseren Niederschlaegen. Die kommenden Tage ohne Regen werden keine Entspannung bringen. Behoerden und Wasserversorger sollten die woechtlichen Updates des UFZ-Duerremonitors weiter beobachten, um kurzfristig erforderliche Massnahmen rechtzeitig erkennen zu koennen.
Den aktuellen Wetterbericht fuer Hessen finden Sie hier.
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