Bodenfeuchte Niedersachsen: Orange und Rot dominieren im Süden und in der Mitte

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 8. August 2026 zeigt für Niedersachsen ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Der Süden und die Mittelbereiche des Bundeslandes sind überwiegend von moderater Dürre (orange) und stellenweise schwerer Dürre (rot) geprägt. Der Norden und Osten weisen dagegen deutlich bessere Bedingungen auf — dort dominieren Gelbtöne und teilweise grüne Bereiche mit normalen bis feuchten Verhältnissen.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süden und Mitte mit moderater bis schwerer Trockenheit

Die Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt in Südniedersachsen und in der Mitte des Bundeslandes flächig orange Färbung, die moderate Dürre anzeigt. Einzelne rote Flecken deuten auf schwere Dürre hin — diese konzentrieren sich auf Bereiche zwischen dem südlichen Hügelland und der zentralen Region. Der Westen Niedersachsens weist ebenfalls überwiegend orange Töne auf. Nur der äußerste Nordwesten zeigt hellgelbe Färbung (ungewöhnlich trocken). Der Nordosten und Osten sind deutlich bessergestellt: Hier überwiegen Gelbtöne und stellenweise grüne Bereiche, die normal bis leicht erhöhte Bodenfeuchte signalisieren.

Null Millimeter Regen in der vergangenen Woche

Die aktuelle Wetterlage verschärft die Situation. In der vergangenen Woche fiel kein Niederschlag (Durchschnitt: 0 mm), und auch für die kommenden drei Tage werden keine Niederschläge erwartet. Da die UFZ-Karte ein 14-Tägiges gleitendes Mittel darstellt und der Gesamtboden träge auf kurzfristige Änderungen reagiert, spiegelt sich die aktuelle Trockenphase noch nicht vollständig in der Kartendarstellung wider. Der anhaltende Niederschlagsmangel wird die bereits vorhandene Trockenheit im Süden und in der Mitte jedoch weiter verstärken.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserspeicherung

Die moderate Dürre in den betroffenen Regionen bedeutet für die Landwirtschaft spürbare Einschränkungen bei der Wasserverfügbarkeit. Pflanzen in orange gekennzeichneten Bereichen unterliegen erhöhtem Trockenstress. In den roten Zonen mit schwerer Dürre ist die Situation angespannter — hier sind Ertragsausfälle wahrscheinlicher, besonders bei Kulturen mit hohem Wasserbedarf. Für die Grundwasserneubildung und die langfristige Wasserspeicherung ist die anhaltende Trockenheit relevant, da der Gesamtboden die Speicherfunktion nur erfüllt, wenn ausreichend Wasser eindringt. Die besseren Bedingungen im Norden und Osten bieten dort mehr Spielraum. Eine Beobachtung der weiteren Niederschlagsentwicklung wird empfohlen.

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