Bodenfeuchte Niedersachsen: 17,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — Süden bleibt trocken

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Niedersachsen ein gemischtes Bild. Während der Norden und Nordwesten überwiegend gelb und hellgelb gefärbt sind, dominieren in der Mitte und im Süden orange- bis rote Bereiche. Etwa 55 Prozent der Landesfläche sind von moderater bis schwerer Dürre betroffen, etwa 30 Prozent zeigen ungewöhnliche Trockenheit. Nur der äußerste Norden weist grüne und blaue Flecken auf, die normale Bodenfeuchte anzeigen.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte unter moderater bis schwerer Dürre

Die orange und roten Färbungen konzentrieren sich zwischen Hannover und Braunschweig sowie im südlichen Niedersachsen. Hier liegt moderate bis schwere Dürre vor. Das Weser- und Leinebergland sowie Teile der Lüneburger Heide zeigen ebenfalls erhöhte Trockenheit. Der Norden mit Ostfriesland und der Küstenregion profitiert von feuchterer Bedingungen und wird überwiegend in Hellgelb dargestellt — ungewöhnliche Trockenheit, aber deutlich weniger kritisch als die südlichen Landesteile.

Mäßiger Regen bei weiterhin hohen Temperaturen

In den vergangenen sieben Tagen fiel in Niedersachsen im Durchschnitt 17,9 Millimeter Regen. Der Oberboden konnte sich damit teilweise erholen. Der Boden in der Tiefe reagiert jedoch träge: Die Durchschnittstemperatur der vergangenen Woche lag bei 15,7 Grad Celsius mit einer Höchsttemperatur von 26 Grad Celsius. Diese Werte sind für September moderat. Für die kommenden drei Tage werden Höchsttemperaturen um 19 Grad Celsius erwartet, was die weitere Verdunstung in Grenzen hält.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Die moderate bis schwere Dürre in den südlichen und mittleren Landesteilen beeinträchtigt Kulturen in der späten Wachstumsphase. Das verfügbare Bodenwasser reicht nicht überall aus, besonders bei Kartoffeln und Zuckerrüben, die jetzt in kritischen Wachstumsstadien sind. Der Grundwasserneubildung schadet die bisherige Trockenheit — unter den aktuellen Bedingungen findet eine nur begrenzte Auffüllung natürlicher Speicher statt. Der Norden ist durch seine besseren Feuchtegehalte entlastet.

Aussichten für Niederschlag – 4,3 Millimeter erwartet, wenig Entspannung

In den kommenden drei Tagen sind 4,3 Millimeter Niederschlag zu erwarten. Diese Menge reicht nicht aus, um die Bodenfeuchte in den bereits betroffenen Regionen merklich zu verbessern. Die Trockenheit in der Tiefe wird sich weiter fortsetzen, besonders in der Mitte und im Süden Niedersachsens.

Den aktuellen Wetterbericht für Niedersachsen finden Sie hier.


Mehr zum Wetter und den Folgen:

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

» Zum Wetterbericht für Niedersachsen