Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Niedersachsen ein gemischtes Bild. Während der Norden und Nordwesten überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, sind Süden und Mitte der Landesfläche von moderater bis schwerer Dürre betroffen. Etwa 60 Prozent der Landesfläche verzeichnet erhöhte Trockenheit in einer Bodentiefe bis 1,80 Meter.

Süden und Mitte mit deutlicher Trockenheit
Das Trockenheitsmuster konzentriert sich auf die südlichen und zentralen Regionen Niedersachsens. Hier zeigt die Karte überwiegend orange Färbung, die moderate Dürre anzeigt. In isolierten Gebieten — besonders in der Nähe Hannovers und südlich davon — treten auch rote Flecken auf, die schwere Dürre kennzeichnen. Der Norden und die Küstenregionen dagegen profitieren von ausreichender Bodenfeuchte.
Jüngste Niederschläge bringen nur vorübergehende Erleichterung
In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich 21,1 Millimeter Regen auf Niedersachsen. Diese Menge hat den Oberboden kurzfristig befeuchtet, doch die tieferen Bodenschichten bis 1,80 Meter reagieren träge auf Niederschläge und zeigen die Nachwirkungen der vorausgegangenen Trockenphase. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 9,9 Grad Celsius, was für Oktober typisch ist und den Verdunstungsdruck begrenzt.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserspeicher
Die moderate bis schwere Trockenheit in Süden und Mitte beeinträchtigt die Wasseraufnahme von Kulturen und Grünland. Während der Oberboden durch die jüngsten Niederschläge aufgefüllt wurde, bleiben tiefere Bodenschichten unterversorgt. Dies wirkt sich besonders auf Pflanzen mit tieferen Wurzelsystemen aus. Der Grundwasserspiegel in den betroffenen Regionen erholt sich nur allmählich.
Aussichten für Niederschlag – 21,9 Millimeter erwartet
Für die kommenden drei Tage werden durchschnittlich 21,9 Millimeter Niederschlag erwartet. Diese Regenmenge kann den oberflächennahen Bodenschichten Erleichterung bringen, reicht jedoch nicht aus, um die tieferen Schichten wesentlich zu regenerieren. Die erwartete Höchsttemperatur von 12,1 Grad Celsius bleibt moderat.
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