Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Niedersachsen ein gemischtes Bild: Während der Norden und Nordwesten grüne bis hellgelbe Bereiche aufweisen, dominieren in der Mitte und im Süden des Landes orange und rote Färbungen. Das bedeutet, dass etwa 70 Prozent der Landesfläche von ungewöhnlicher bis schwerer Trockenheit betroffen sind, während etwa 30 Prozent des Nordens noch normale bis feuchte Bodenbedingungen aufweisen.

Süden und Mitte deutlich trockener
In Südniedersachsen und der Landesmitte zeigt sich moderate bis schwere Trockenheit. Besonders zwischen Hannover und Göttingen sowie in den Regionen südlich davon verzeichnet die Karte rote Flecken, die für schwere Trockenheit stehen. Der Nordwesten um Bremen und Oldenburg profitiert von feuchteren Verhältnissen. Diese regionale Verteilung ist typisch für November: Der Süden und die höher gelegenen Regionen trocknen schneller aus und erholen sich langsamer.
Kaum Niederschlag in den vergangenen Tagen
Die Messdaten der vergangenen sieben Tage erklären den Befund: Mit durchschnittlich nur 1,1 Millimeter Regen blieb Niedersachsen deutlich unter normalen Werten. Die Temperaturen bewegten sich mit 6,2 Grad im Durchschnitt im milden Bereich für frühen November. Der Boden bis in 1,80 Meter Tiefe reagiert auf solche kurzen Trockenphasen träge — die aktuelle Karte zeigt daher ein 14-Tage-Mittel und bildet kurzfristige Niederschläge nur verzögert ab.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperaturen werden bei etwa 8 Grad liegen. Ohne Regen wird sich die Bodenfeuchte in den trockenen Regionen der Mitte und des Südens nicht wesentlich verbessern. Für die Landwirtschaft bedeutet dies, dass die Ernte von Getreide und anderen Feldfrüchten unter weiterhin suboptimalen Bedingungen stattfindet.
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