Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein gemischtes Bild für Nordrhein-Westfalen. Während der Norden und große Teile der Mitte Normalwerte aufweisen, dominiert in Süd- und Südwestbereichen sowie im südlichen Ruhrgebiet gelbe bis orange Färbung. Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter weist damit regional erhöhte Trockenheit auf.

Süden und Südwest unter Druck
Besonders betroffen sind Teile des Bergischen Landes, der südwestlichen Regionen und des südlichen Ruhrgebiets mit moderater Dürre. Einzelne Punkte im Münsterland und östlichen Teilen zeigen ungewöhnliche Trockenheit. Der Norden und die unmittelbare Rheinzone präsentieren sich dagegen mit normalen bis feuchten Bodenverhältnissen. Diese Nord-Süd-Differenzierung ist typisch für die aktuelle Großwetterlage mit Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa.
Trockenphase verstärkt die Tiefenwirkung
In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich nur 0,6 Millimeter Niederschlag. Diese sehr geringe Regenmenge reicht nicht aus, um den Boden in der Tiefe zu regenerieren. Die durchschnittliche Temperatur betrug 7,1 Grad Celsius bei einer Höchsttemperatur von 11,6 Grad. Obwohl die Novembertemperaturen moderat sind, verstärkt die anhaltende Trockenphase die bestehenden Defizite in der Bodenfeuchtigkeit unterhalb des Oberbodens, wo Wasser nur langsam eindringt.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen erwartet
In den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag zu erwarten. Die erwarteten Höchsttemperaturen liegen bei 10,1 Grad, nachts sinken die Werte auf 2,1 Grad. Ohne Regenzufuhr wird sich die Bodenfeuchte in den südlichen Bereichen nicht verbessern. Dies kann für die Grundwasserneubildung relevant werden, sofern sich diese Trockenphase fortsetzt.
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