Bodenfeuchte Niedersachsen: Orange und Rot dominieren in Süd- und Mittelbereichen

Die aktuelle UFZ-Duerremonitor-Karte vom 22. Juli zeigt für Niedersachsen ein differenziertes Bild: Der Süden und die Mitte des Landes sind von moderater bis deutlicher Trockenheit geprägt, während der Norden sowie Teilbereiche des Nordens normalen bis feuchten Bodenverh ältnissen unterliegen. Das 14-Tage-gleitende Mittel des Soil-Moisture-Index (SMI) für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe zeigt flächig hellgelbe bis orange Färbungen mit eingelagerten roten Bereichen.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süden und Mitte zeigen moderate bis deutliche Trockenheit

Der südliche Landesteil und die zentralen Regionen Niedersachsens sind überwiegend in den Klassen „ungewöhnlich trocken“ (hellgelb) und „moderate Dürre“ (orange) eingestuft. Einige Bereiche in der Mitte und im südlichen Zentralraum weisen rote Flecken auf, die auf „schwere Dürre“ hindeuten. Der nördliche und östliche Bereich zeigt dagegen vorwiegend gelbe bis grüne Färbungen, was auf stabilere Bodenfeuchte hindeutet. Die Küstenbereiche und die nördliche Tiefebene sind in der Regel weniger betroffen.

Aktuelle Wetterlage: Nur 6 mm Regen in sieben Tagen

Die Bodenfeuchte-Karte, die als 14-Tage-Mittel reagiert träge auf kurzfristige Witterung, reflektiert eine anhaltend trockene Periode. Die letzten sieben Tage brachten landesweit durchschnittlich nur 6 Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 16,7 Grad Celsius – zu wenig, um die Gesamtbodenfeuchte merklich zu verbessern. Die nächsten drei Tage zeigen geringe Regenwahrscheinlichkeit mit insgesamt etwa 14 Millimeter prognostiziert, was eine Entspannung der Situation bringen könnte, aber aufgrund der hohen Verdunstung nicht vollständig ausgleicht. Der Oberboden wird sich durch mögliche Niederschläge kurzfristig etwas erholen, der Gesamtboden reagiert aber deutlich verzögerter.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt

Die moderate Trockenheit in Süd- und Mittelbereichen erfordert bei empfindlichen Kulturen Beobachtung; besonders in Betrieben ohne Bewässerungsmöglichkeiten können Ertragseinbußen auftreten. In den roten Zonen mit schwerer Dürre-Einstufung ist verstärkte Aufmerksamkeit geboten – hier kann zusätzliche Bewässerung notwendig sein. Der Grundwasserstand dürfte in den betroffenen Regionen leicht unter dem saisonalen Durchschnitt liegen. Forstbetriebe sollten weiterhin erhöhte Waldbrandrisiken in trockneren Bereichen im Auge behalten.

Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und ist eine zuverlässige Grundlage für mittelfristige Bodenfeuchte-Einschätzungen. Den aktuellen Wetterbericht für Niedersachsen finden Sie hier.


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