Bodenfeuchte Saarland: Schwere Trockenheit dominiert großflächig

Der UFZ-Duerremonitor zeigt für das Saarland zum 8. August 2026 eine großflächig angespannte Bodenfeuchte-Situation. Die aktuelle Karte, ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe, dokumentiert überwiegend schwere Dürre (Klasse 3 – rot) und extreme Dürre (Klasse 4 – dunkelrot) in weiten Teilen des Bundeslandes. Etwa 70–75 Prozent der Fläche zeigen rote oder dunkelrote Färbung; nur am südöstlichen und östlichen Rand treten orange Bereiche (moderate Dürre, Klasse 2) sowie vereinzelt hellgelbe Flecken auf.

Aktuelle Dürrekarte Saarland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Saarland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Norden und Westen unter extremem Wasserstress

Die dunkelroten Flächen konzentrieren sich auf den nördlichen und westlichen Landesteil sowie auf Teile der Mittelsaar-Region. Diese Bereiche deuten auf Bodenfeuchte-Defizite hin, die statistisch alle 30 Jahre auftreten. Der Norden und Westen des Saarlandes erlebt damit eine Phase mit spürbar eingeschränkter Wasserverfügbarkeit im Gesamtboden. Die zentralen Bereiche sind ebenfalls von schwerer Dürre (rot) betroffen. Im Südosten und entlang der östlichen Landesgrenze lockert sich die Situation auf moderate Dürre auf; hier zeigen sich auch erste hellgelbe Pixel, die auf ungewöhnlich trockene, aber noch nicht moderate Bedingungen hindeuten.

Keine Niederschläge in den vergangenen sieben Tagen

Die Wetterlage verschärft die Situation zusätzlich. In den letzten sieben Tagen ist im Saarland kein Niederschlag gefallen; auch für die nächsten drei Tage sind keine nennenswerten Regenmengen zu erwarten. Der Gesamtboden, der in dieser Tiefe träge auf kurzfristige Niederschläge reagiert, bekommt damit keine Gelegenheit zur Regeneration. Selbst wenn lokale Regenschauer den Oberboden kurzfristig befeuchten würden, hätten sie auf die 14-Tage-Mittelwerte der UFZ-Karte noch keinen sichtbaren Einfluss. Die andauernde Trockenphase belastet die Bodenfeuchte-Bilanz kumulativ.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Schwere und extreme Dürre in dieser Ausdehnung wirken sich deutlich auf Landwirtschaft und Grundwasserneubildung aus. Pflanzen mit flachen Wurzelsystemen leiden unter Wassermangel; tieferwurzelnde Kulturen greifen zwar noch auf Feuchte-Reserven zurück, deren Auffüllung aber gefährdet ist. Die Grundwasserstände werden durch die anhaltende Trockenphase langfristig belastet. Eine Entspannung ist ohne ergiebige Regenfälle nicht zu erwarten – die Vorhersage verspricht für die kommenden Tage keine Abhilfe.

Die Karte des UFZ-Duerremonitors wird wöchentlich aktualisiert und basiert auf Bodenfeuchtesimulationen. Den aktuellen Wetterbericht für das Saarland finden Sie hier.