Bodenfeuchte Sachsen: Nur 1 Millimeter Regen in 7 Tagen — rote Zonen im Nordwesten

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt in Sachsen ein gemischtes Bild. Der Nordwesten und die Mitte des Landes sind von schwerer Dürre betroffen, während der Osten und Südosten mit gelben und grünen Tönen normale bis leicht trockene Bedingungen aufweisen. Etwa 45 bis 50 Prozent der Landesfläche liegen im Bereich schwerer Dürre, weitere 20 bis 25 Prozent zeigen moderate Dürre. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist in diesen Gebieten spürbar ausgetrocknet.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Nordwesten und Erzgebirge am stärksten betroffen

Die Dürrezone konzentriert sich auf Westsachsen: Die Leipziger Tieflandsbucht und das Erzgebirgsvorland zeigen überwiegend rote Färbung (schwere Dürre), stellenweise dunkelrot (extreme Dürre). Ein kleinerer Ausreißer liegt im Südwesten bei Plauen. Der Nordosten und das südliche Flachland um Dresden hingegen sind weniger belastet; hier dominieren orange und gelbe Töne. Die Oberlausitz zeigt grüne Anteile und deutet auf ausreichendere Bodenfeuchtigkeit hin.

Anhaltende Trockenheit und steigende Temperaturen

Die vergangenen sieben Tage brachten Sachsen nur 1 Millimeter Niederschlag — ein Mangel, der den Befund der Karte verstärkt. Gleichzeitig lag die Durchschnittstemperatur bei 14,2 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 24,7 Grad. Der tiefe Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschlagsmengen; die bis 1,80 Meter gemessene Austrocknung ist ein Prozess der vergangenen Wochen. Für die Landwirtschaft bedeutet dies: In der Keimungs- und Wachstumsphase von Herbstfrüchten kann Wassermangel zu Ertragseinbußen führen. Der Wald in den betroffenen Regionen zeigt erhöhte Trockenstressbelastung.

Aussichten für Niederschlag – 6 Millimeter erwartet, wenig Entspannung

Die kommenden drei Tage bringen für Sachsen etwa 6 Millimeter Regen mit einer erwarteten Höchsttemperatur von 20 Grad Celsius. Diese Regenmenge ist für den oberflächlichen Boden eine Erleichterung, für die tieferen Schichten bis 1,80 Meter jedoch unzureichend, um den Mangel auszugleichen. Anhaltende Trockenheit bleibt die Perspektive.

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