Bodenfeuchte Sachsen: Orange und Rot dominieren — Norden deutlich feuchter

[Teilweise zu trocken]

Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Sachsen zum 22. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Waehrend der Norden und Nordwesten des Landes noch gruen und blau gefaerbt sind — also normale bis feuchte Bodenverhaeltnisse aufweisen —, dominieren in der Mitte und im Sueden die Toene Orange und Rot. Das bedeutet, dass dort moderate bis schwere Duerre im Gesamtboden (bis 1,80 m Tiefe) festgestellt wird. Die Karte ist ein 14-Tage-gleitendes Mittel und wird woechentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Mitte und Süden unter moderater bis schwerer Dürre

In den zentralen und suedlichen Landesteilen ueberwiegt die orange Faerbung (moderate Duerre, statistische Wiederkehrzeit 10 Jahre), waehrend groessere rote Flaechen (schwere Duerre, statistische Wiederkehrzeit 20 Jahre) besonders im Suedosten und in der Landesmitte sichtbar sind. Einzelne dunkelrote Pixelgruppen deuten auf extreme Trockenheit hin, bleiben aber oertlich begrenzt. Der Norden und Nordwesten zeigen hingegen gelbe bis hellgelbe Toene — ungewoehnliche bis moderate Trockenheit — und teilweise noch gruen gefaerbte Flaechen, die auf normal feuchte Bodenbedinungen hinweisen.

Niederschlag der letzten Woche reicht nicht zur Entspannung

In den letzten sieben Tagen ist durchschnittlich 18,4 mm Regen gefallen. Dies hat den Oberboden teilweise benetzt, erreicht aber den tieferen Gesamtboden nur traege. Der Gesamtboden reagiert auf Niederschlaege verzoegert — Bodenfeuchte in 1,80 m Tiefe steigt oder faellt zeitversetzt. Die kommenden drei Tage bringen mit erwartet nur 1,8 mm Niederschlag keine wesentliche Aenderung. Bei Hoechsttemperaturen um 27,6 °C bleibt die Verdunstung hoch.

Folgen für Landwirtschaft und Waldböden

Die moderate bis schwere Duerre in der Mitte und im Sueden erfordert Aufmerksamkeit bei der Bewaesserung von Kulturen. In Waldgebieten mit roter Klassifizierung steigt das Risiko fuer Trockenstress bei Flachwurzlern. Der Norden Sachsens befindet sich dagegen in einer komfortableren Position — hier bleibt die Wasserspeicherfaehigkeit des Bodens vorerst ausreichend. Grundwasserspeicherung wird durch die anhaltende Trockenheit in der Landesmitte verlangsamt.

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