Bodenfeuchte Sachsen: Ungewoehnlich trockene Bedingungen in weiten Teilen – UFZ-Monitor vom 30. Mai

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Sachsen ein gemischtes Bild der Bodenfeuchte bis 1,80 Meter Tiefe. Weite Teile des Freistaats weisen ungewöhnlich trockene Verhältnisse auf, während zentrale und östliche Regionen moderate Dürre-Bedingungen erreichen. Der UFZ-Dürremonitor stellt diese Daten als 14-Tage-gleitendes Mittel dar und wird wöchentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich ein deutliches Gefälle: Die westlichen und südwestlichen Gebiete Sachsens sowie Teile des Nordens befinden sich überwiegend in der Klasse „ungewöhnlich trocken“. In den zentralen Landesteilen und im Osten dominieren hingegen moderate Dürre-Bedingungen. Kleinere Bereiche im Südosten erreichen sogar die Stufe „schwere Dürre“. Normale bis leicht feuchte Bodenvertriebs sind nur vereinzelt zu beobachten.

Die aktuellen Wetterdaten zeigen mit 12,5 Millimeter Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen unterdurchschnittliche Regenmengen bei moderaten Temperaturen um 17,1 Grad Celsius. Da der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe träge auf kurzfristige Niederschläge reagiert, spiegelt die Karte die anhaltend trockenen Bedingungen der vergangenen Wochen wider. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten 8,6 Millimeter Regen dürften zunächst nur den Oberboden erreichen.

Die ungewöhnlich trockenen bis moderat dürren Bedingungen erfordern in der Landwirtschaft eine aufmerksame Beobachtung der Kulturen, insbesondere bei sommerlichen Feldfrüchten. Für die Forstwirtschaft bedeuten die aktuellen Verhältnisse eine erhöhte Aufmerksamkeit bezüglich der Waldbrandgefahr. Die Wasserversorgung ist bei diesen Bedingungen noch nicht gefährdet, sollte jedoch beobachtet werden.

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