Ein 23-Jähriger ist in Bonn nach einem dreisten Handtaschenraub festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Der Mann hatte am Mittwochmorgen, 29. Juli 2026, einer Passantin die Handtasche entrissen – wurde aber von einem aufmerksamen Zeugen gestoppt und stürzte dabei mit seinem Fahrrad.
Gegen 07:45 Uhr fuhr der 23-Jährige mit einem Fahrrad die Sternstraße im Bonner Zentrum in Richtung Marktplatz. Im Vorbeifahren riss er einer 36-jährigen Frau die Handtasche aus der Hand. Die Geschädigte schrie laut um Hilfe und nahm die Verfolgung auf.
Ein 56-jähriger Zeuge hörte die Hilferufe und stellte sich dem flüchtenden Radfahrer auf dem Marktplatz entgegen. Bei dem Versuch, auszuweichen, prallte der Tatverdächtige gegen eine Hausfassade und stürzte. Dabei fiel die Handtasche aus seinen Händen – der aufmerksame Zeuge sicherte die Tasche und verhinderte damit, dass der Räuber mit der Beute entkam. Der Mann zog sich bei dem Sturz eine leichte Kopfverletzung zu und flüchtete danach zu Fuß über die Wenzelgasse.
Die Polizei leitete sofort Fahndungsmaßnahmen ein und schnappte den 23-Jährigen wenig später in der Nähe der Friedrichstraße. Wegen seiner Verletzungen wurde er unter polizeilicher Begleitung zur ambulanten Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Bei der Durchsuchung fanden die Beamten in seiner Umhängetasche ein griffbereites Reizstoffsprühgerät. Sowohl das Sprühgerät als auch das Fahrrad wurden als Tatmittel sichergestellt. Die 36-Jährige bekam ihre Handtasche noch vor Ort zurück.
Der polizeibekannte Mann, der nach eigenen Angaben keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde am Donnerstag, 30. Juli, einem Haftrichter vorgeführt. Dieser verkündete einen von der Bonner Staatsanwaltschaft beantragten Untersuchungshaftbefehl. Der 23-Jährige sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.
Das Kriminalkommissariat 13 der Bonner Polizei leitet die weiteren Ermittlungen. Dabei wird auch überprüft, ob der Beschuldigte an weiteren Straftaten beteiligt war.
» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen