Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 15. Juli zeigt für Brandenburg ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte in 1,80 Meter Tiefe. Der Norden und Westen des Bundeslandes sind überwiegend grün bis hellgelb gefärbt und weisen damit normale bis leicht erhöhte Trockenheit auf. Dagegen dominieren im Zentrum, Süden und Osten Brandenburgs orange und rote Bereiche, die auf moderate bis schwere Dürre hindeuten.

Regional betrachtet zeigt sich ein klarer West-Ost-Gradient: Die westlichen Landesteile (bis etwa 12° Ost) sind grün bis gelblich gefärbt — hier herrschen normale Bodenfeuchte-Verhältnisse vor oder es ist nur geringfügig trocken. Der zentrale und südöstliche Landesteil weist dagegen überwiegend orange Färbung auf, was einer moderaten Dürre entspricht. Kleinere Flecken in dunkelrot deuten auf schwere bis extreme Dürre im Bereich der Lausitz und im östlichen Brandenburg hin.
Das 14-Tage-Mittel der UFZ-Karte spiegelt die träge Reaktion des Gesamtbodens wider. Die letzten sieben Tage brachten Brandenburg im Durchschnitt nur 5,8 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 22°C und Spitzenwerten von 30,3°C — ein Zeichen für anhaltende Trockenheit im Oberboden. Die erwarteten 14,3 Millimeter Niederschlag in den kommenden drei Tagen könnten oberflächlich Erleichterung bringen, werden aber aufgrund der trägen Reaktion des Gesamtbodens erst verzögert in die tieferen Schichten eindringen.
Für die Landwirtschaft bedeutet die moderate Dürre im Großteil Brandenburgs eine Beobachtungssituation: Pflanzen in orange-gefärbten Bereichen erleben bereits spürbare Wassermangel-Bedingungen, besonders in der Hauptvegetationszeit Juli. Die roten Zonen im Süd- und Osten erfordern verstärkte Aufmerksamkeit. Der feuchtere Westen bleibt vorerst weniger kritisch.
Die Daten stammen vom UFZ-Duerremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung), das die Bodenfeuchte wöchentlich aktualisiert. Die nächste Kartenaktualisierung erfolgt in der kommenden Woche.
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