Brandenburg: Bodenfeuchte-Lage mit regionalen Unterschieden — UFZ-Monitor vom 13. Juli 2026

Die aktuelle Bodenfeuchte-Karte des UFZ-Duerremonitors vom 13. Juli 2026 zeigt für Brandenburg ein differenziertes Bild: Während der Nordwesten und Teile des Westens noch grün bis hellgelb gefärbt sind, dominiert in der Mitte und im Süden der Karte orange und rot gefärbte Flächen das Bild. Der äußerste Nordosten weist dunkelrote Bereiche auf. Die Karte bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Bodenfeuchteindex in 1,80 Meter Tiefe ab.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Differenzierung
Der Nordwesten Brandenburgs zeigt überwiegend hellgelbe Färbung (Klasse: ungewöhnlich trocken). Der Westen bleibt in Teilen noch grün bis hellgelb. Der zentrale und südliche Bereich ist von oranger Färbung geprägt (Klasse: moderate Dürre), dazwischen finden sich rote Flecken (Klasse: schwere Dürre). Der Nordosten weist dunkelrote Bereiche auf (Klasse: extreme Dürre), die eine intensivere Trockenheit in dieser Region anzeigen.

Kurzfristige Wetterlage und Gesamtboden-Dynamik
Die vergangenen sieben Tage zeigten mit durchschnittlich 0,5 Millimeter Niederschlag extreme Trockenheit. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,3 Grad Celsius, die Spitzenwerte erreichten 30,3 Grad. Diese Bedingungen haben zur Verschärfung des Gesamtbodenfeuchte-Defizits beigetragen. Die UFZ-Karte reagiert träge auf kurzfristige Ereignisse und zeigt die Situation in 1,80 Meter Tiefe — kurzfristige Niederschläge im Oberboden sind daher nur teilweise sichtbar.

Für die nächsten drei Tage werden 14,1 Millimeter Regen erwartet, bei Höchsttemperaturen von 26,2 Grad Celsius. Diese Niederschläge können den Oberboden kurzfristig entspannen, werden aber aufgrund der traegen Reaktion des Gesamtbodens erst mit Verzögerung in den tieferen Schichten sichtbar.

Bedeutung für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft
Die orange bis roten Bereiche in der Mitte und im Süden Brandenburgs zeigen eine moderat bis schwer erhöhte Trockenheit an. Der Nordosten mit dunkelroter Färbung weist die intensivste Bodenfeuchte-Belastung auf. Für Landwirtschaft und Forstwirtschaft bedeutet dies erhöhte Bewässerungsanforderungen; die Wasserspeicherung in tieferen Bodenschichten ist in diesen Regionen spürbar beeinträchtigt.

Datenquelle und Hinweis
Die Karte basiert auf dem UFZ-Duerremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und wird wöchentlich aktualisiert. Sie zeigt den Soil Moisture Index (SMI) für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe.

Den aktuellen Wetterbericht für Brandenburg finden Sie hier.


» Zum Wetterbericht für Brandenburg