Brandenburg: Moderate Dürreklasse dominiert südliche Landesteile – Bodenfeuchte-Bericht vom 31. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Brandenburg ein geteiltes Bild: Während die südlichen und östlichen Landesteile überwiegend moderate Dürreklasse (orange) aufweisen, verzeichnen die nördlichen und westlichen Regionen teilweise normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchteverhältnisse. Der UFZ-Dürremonitor weist für etwa die Hälfte der Landesfläche eine moderate Dürreklasse aus.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich eine deutliche Nord-Süd-Verteilung: Die Prignitz und Teile der Uckermark im Norden weisen normale Bodenfeuchte auf (grün bis gelb), während die Lausitz und das südliche Brandenburg durchgängig orange bis teilweise rot eingefärbt sind. Die östlichen Grenzregionen zu Polen zeigen vereinzelt schwere Dürreklasse (rot). Zentrale Bereiche um Potsdam und die Mittelmark bewegen sich überwiegend in der moderaten Dürreklasse.

Die Wetterdaten der letzten Woche bestätigen die auf der Karte sichtbare Entwicklung: Mit null Millimeter Niederschlag und Höchsttemperaturen bis 29,9°C blieb die Trockenphase bestehen. Da die UFZ-Karte als 14-Tage-Mittel den träge reagierenden Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe abbildet, wirkt sich die anhaltende Trockenheit zunehmend auf die tieferen Bodenschichten aus. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten 1,5 Millimeter Niederschlag werden zunächst nur den Oberboden erreichen.

Die moderate Dürreklasse bedeutet statistisch Verhältnisse, die etwa alle zehn Jahre auftreten. Für die Landwirtschaft in den betroffenen südlichen und östlichen Regionen empfiehlt sich eine Anpassung der Bewässerungsstrategien, während die Forstwirtschaft besonders auf Waldbrandgefahr achten sollte. Die Wasserversorgung ist derzeit nicht gefährdet, da größere Bereiche des Landes noch normale Bodenfeuchteverhältnisse aufweisen.

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