Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Brandenburg ein stark differenziertes Bild der Bodenfeuchteverhältnisse zum 30. Mai 2026. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis leicht trockene Bedingungen aufweist, zeigen sich im südlichen Brandenburg deutliche bis schwere Trockenheitsklassen.

Im Detail zeigt der Norden Brandenburgs überwiegend normale Bodenfeuchtewerte (grüne Bereiche) sowie teilweise ungewöhnlich trockene Verhältnisse (hellgelb). Die zentrale Region um Potsdam weist moderate Dürreklassen (orange) auf. Im südlichen Brandenburg dominieren schwere Dürreklassen (rot), mit kleineren Bereichen extremer Dürre (dunkelrot) entlang der südlichen Landesgrenzen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche bestätigen die angespannte Lage im Süden: Mit nur 0,7 mm Niederschlag und Höchsttemperaturen von 29,9°C blieben die Böden weiter unter Stress. Da die UFZ-Karte den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe als 14-Tage-Mittel darstellt, reagiert sie träge auf kurzfristige Änderungen. Die für die kommenden drei Tage erwarteten 10,2 mm Niederschlag können die Oberböden entlasten, werden aber kaum Auswirkungen auf die tieferen Bodenschichten haben.
Die schweren Dürreklassen im Süden Brandenburgs treten statistisch alle 20 Jahre auf und können spürbare Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben. Betroffene Regionen sollten Bewässerungsmaßnahmen prüfen und Wasserressourcen schonend einsetzen. Der Norden des Landes zeigt hingegen eine entspannte Lage ohne akuten Handlungsbedarf.
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