Bremen: 37-Jähriger nach Betrug mit Darknet-Seiten für Kinderpornografie festgenommen

(Symbolbild)

In Bremen haben Spezialkräfte der Polizei am Dienstag einen 37-Jährigen festgenommen, der mehrere betrügerische Darknet-Seiten betrieben haben soll. Dem Mann wird vorgeworfen, seit mindestens Anfang 2021 Nutzer mit falschen Versprechen um Geld betrogen zu haben.

Der Beschuldigte soll mindestens neun täuschend echt wirkende Darknet-Seiten betrieben haben, auf denen kinderpornografische Inhalte angeboten wurden. Den Nutzern wurde vorgetäuscht, dass es sich um Plattformen mit kostenpflichtigen Zugangsbereichen handle, die gegen Zahlung von Kryptowährungen zugänglich seien. Dazu kopierte er nach bisherigen Erkenntnissen die Startseiten tatsächlich existierender Plattformen.

Mit dieser Betrugsmasche soll der 37-Jährige Einnahmen im sechsstelligen Bereich erzielt haben. Die Ermittlungen wurden unter Federführung der Staatsanwaltschaft Bremen geführt.

Am Dienstag vollstreckten die Beamten zwei Durchsuchungsbeschlüsse sowie einen Haftbefehl. Spezialeinheiten nahmen den Beschuldigten in seiner Wohnung fest. Bei den Durchsuchungen stellten sie zahlreiche digitale Beweismittel und Datenträger sicher, die nun ausgewertet werden.

Die Bremer Polizei wurde bei den Ermittlungen durch das Bundeskriminalamt sowie nationale und internationale Behörden unterstützt. Beteiligt waren das Bayerische Landeskriminalamt, der Nordverbund Cybercrime sowie spanische und US-amerikanische Ermittlungsbehörden.

Die Polizei Bremen weist darauf hin, dass die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte im Internet und Darknet nicht nur eine schwerwiegende Straftat darstellt. Die Bilder und Videos dokumentieren tatsächlichen sexuellen Missbrauch an Kindern. Jede Verbreitung und jeder Abruf solcher Inhalte trägt dazu bei, das Leid der betroffenen Kinder fortzuführen und die Nachfrage nach entsprechenden Darstellungen aufrechtzuerhalten.

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