Die Bremer Polizei hat in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli 2026 erneut ein über soziale Medien angekündigtes Treffen der Raser- und Poserszene begleitet. Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Habenhausen versammelten sich bis zu 80 Fahrzeuge. Durch gezielte Maßnahmen und direkte Ansprache der Fahrer verhinderten die Einsatzkräfte größere Verstöße.
Zum wiederholten Male hatte ein Social-Media-Account für den Samstagabend zu diesem Treffen aufgerufen. Die Polizei war deshalb verstärkt vor Ort und sprach Fahrer unmittelbar an, wenn sie beispielsweise ihre Motoren aufheulen ließen. Diese Präsenz zeigte Wirkung: Größere Verkehrsverstöße blieben aus.
Doch am Rande des Treffens stoppten die Beamten zwei Motorradfahrer, die mit deutlich über 130 km/h unterwegs waren. Ihre Führerscheine und Maschinen wurden noch vor Ort beschlagnahmt. Ein weiteres Auto fiel den Polizisten auf: Der Fahrer konnte keinen gültigen Führerschein vorweisen, das Fahrzeug war nicht zugelassen und die Kennzeichen waren als gestohlen gemeldet. In beiden Fällen fertigten die Einsatzkräfte Strafanzeigen und leiteten weitere Ermittlungen ein.
Zusätzlich zu diesen Maßnahmen waren Polizisten in zivil und in Uniform am Freitag und Samstag in der Überseestadt unterwegs. Sie reagierten auf gemeldete Lärmbelästigungen und führten Verkehrskontrollen durch. Dabei kontrollierten sie über 30 Autos und mehr als 60 Personen, führten Geschwindigkeitsmessungen durch, fertigten diverse Verwarnungsgelder und Strafanzeigen und erteilten Platzverweise.
In der Nacht von Freitag auf Samstag führten spezialisierte Kräfte der Verkehrsüberwachung im gesamten Stadtgebiet und auf der A27 mobile Geschwindigkeitskontrollen durch. Die Beamten stellten zum Teil erhebliche Überschreitungen fest und ahndeten diese. Der Extremfall: Ein 20-Jähriger war mit 184 km/h auf der A27 unterwegs – dort sind 120 km/h erlaubt. Der Fahranfänger muss mit einem Bußgeld von 1200 Euro und einem mehrmonatigen Fahrverbot rechnen. Fünf weitere Fahrer erhalten insgesamt teilweise mehrmonatige Fahrverbote und empfindliche Bußgelder.
Die Polizei Bremen kündigte an, auch künftig konsequent gegen verbotene Kraftfahrzeugrennen, gefährliche Fahrmanöver sowie unnötigen Lärm und Kolonnenfahrten vorzugehen.