In Bühl ist am Sonntag ein entlaufener Hund zum Auslöser einer gewalttätigen Auseinandersetzung geworden, bei der drei Personen verletzt wurden. Ein 43-jähriger Hundebesitzer griff dabei mehrere Menschen mit einer Hundeleine an.
Der Vorfall begann im Bühler Osten, als ein Hund von einem Grundstück lief, weil er offenbar einen anderen Hund bemerkt hatte. Der 36-jährige Besitzer des entlaufenen Tieres rannte seinem Vierbeiner hinterher und traf auf den 43-jährigen Besitzer des anderen Hundes. Dieser trat auf den entlaufenen Hund ein.
Als der 36-Jährige seinen Hund am Halsband packte und aus der Gefahrensituation führen wollte, schlug der 43-Jährige mit der Faust auf ihn ein. Dabei fiel die Sonnenbrille des jüngeren Mannes zu Boden und wurde beschädigt. Anschließend benutzte der Angreifer eine Hundeleine als Schlagwerkzeug und verletzte den 36-Jährigen im Gesicht. Trotz des Angriffs konnte dieser seinen Hund sicher zurückbringen.
Ein 63-jähriger Verwandter des Verletzten nahm daraufhin mit einem Fahrrad die Verfolgung des 43-Jährigen auf. In der Innenstadt holte er den mutmaßlichen Täter ein und versuchte ihn festzuhalten. Der 43-Jährige stieß den Radfahrer zu Boden, warf dessen Fahrrad auf ihn und verletzte den am Boden liegenden 63-Jährigen mit der Hundeleine im Gesicht und an den Knöcheln.
Als die Frau des verletzten 63-Jährigen die Szene per Video festhalten wollte und trotz Aufforderung nicht aufhörte zu filmen, griff der 43-Jährige auch sie an und versuchte, sie mit der Hundeleine zu verletzen.
Eine Fahndung der Polizei führte zum Erfolg, als der Mann seinen Hund aus einem Tierheim abholen wollte. Das Tier war zuvor dorthin gebracht worden, um den Chip auslesen zu lassen. Im Tierheim wurde der 43-Jährige vorläufig festgenommen und zum Polizeirevier Bühl gebracht. Die Polizei ermittelt nun gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung und überprüft zusätzlich seine Eignung zum Halten eines Hundes.