Am Samstag hat ein Diensthund der Bundespolizei am Erfurter Hauptbahnhof schnell Klarheit geschaffen: Ein nicht vollständig verschlossenes Gepäckschließfach löste gegen 9:30 Uhr einen kurzzeitigen Einsatz aus – die Spürnase gab jedoch rasch Entwarnung.
Der Bereich um die Schließfächer wurde vorsorglich abgesperrt, nachdem das offene Fach entdeckt worden war. Der Diensthund der Bundespolizei kam zum Einsatz und bescheinigte das Schließfach als unbedenklich. Darin fanden die Bundespolizisten Rucksäcke, Schlafsäcke und Wechselsachen vor. Mittels Videoauswertung konnten die Gepäckstücke schnell Demonstrationsteilnehmern zugeordnet werden.
Hintergrund des Einsatzes waren Protestveranstaltungen auf dem Willy-Brandt-Platz in Erfurt. Seit den frühen Morgenstunden registrierte die Bundespolizeiinspektion Erfurt einen hohen Aufkommen von Bahnreisenden, die zu den Kundgebungen anreisten oder in die Innenstadt abflossen. Die verstärkte Bundespolizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz und stellte bislang einen friedlichen Verlauf des Anreiseverkehrs fest.
Die Bundespolizei nutzt den Vorfall, um Reisende und Veranstaltungsteilnehmende zu sensibilisieren: Gerade angesichts der starken Frequentierung des Hauptbahnhofes am Wochenende sollten Besucher ihre Wertsachen im Blick behalten und Gepäckschließfächer vollständig und sicher verschließen. Dies vermeidet polizeiliche Einsatzlagen und Einschränkungen für andere Reisende. Die verstärkte Bundespolizeiinspektion Erfurt ist den ganzen Tag über im schienengebundenen Zuständigkeitsbereich tätig, um reibungslose An- und Abreisen zu gewährleisten.