Bundespolizei stoppt untergetauchten Tunesier bei Einreise – Hochzeitspläne durchkreuzt

Bundespolizei

Ein 24-jähriger Tunesier ist am Mittwochmittag kurz vor 12:00 Uhr am Bahnhof Niesky von der Bundespolizei gestoppt worden. Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf kontrollierten den Mann in einem Einreisezug aus Polen – und machten dabei eine überraschende Entdeckung: Der junge Mann war untergetaucht und wollte sein Vorhaben, nach Deutschland zurückzukehren, nutzen, um seine polnische Lebensgefährtin zu heiraten.

Bei der Kontrolle konnte der Tunesier weder einen Pass noch ein erforderliches Visum vorlegen. Die Ausländerbehörde Aurich fahndete bereits nach ihm – mit einer Aufenthaltsermittlung waren die Behörden auf seiner Spur. Der Mann reiste in Begleitung einer polnischen Staatsangehörigen ein, die er als seine Lebensgefährtin vorstellte.

Im Untergrund gelebt und als Schwarzarbeiter tätig

Bei der Vernehmung legte der 24-Jährige offen, wie er die vergangenen Monate verbracht hatte: Er war im Juli 2023 unerlaubt nach Deutschland eingereist und hatte einen Asylantrag gestellt. Im Januar 2024 lehnte die Behörde diesen ab – eine Abschiebung stand bevor. Daraufhin tauchte der Mann unter und entzog sich seiner Ausweisung. Seitdem lebte er illegal in Deutschland, ohne sich anzumelden. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete er unangemeldet in Restaurants und als Umzugshelfer.

Vor Kurzem lernte er die polnische Frau kennen. Um mit ihr eine Familie in Deutschland gründen zu können, planten die beiden zu heiraten. Für die Heiratsformalitäten begaben sie sich kurz zuvor nach Polen – doch die Rückreise sollte sich für den Tunesier als verhängnisvoll erweisen.

Die Bundespolizisten nahmen den Mann in Gewahrsam und brachten ihn zur Dienststelle. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde ihm die Einreise konsequent verweigert. Am Donnerstag um 9:00 Uhr erfolgte die offizielle Zurückweisung nach Polen – die Hochzeitspläne sind damit vorerst Makulatur.

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